Die Türen des Zuges schlossen sich, Jan setzte sich an ein Fenster, in meiner Nähe. Ich sah, wie ihn die Tränen runterflossen. Er sah kein mal her. Der Zug fuhr mit einem lauten Geräusch los, doch ich nahm es nicht wahr.
Da blickte Jan einmal her.
Sein Blick sprach tausend Bände.
Eigentlich hätte ich erleichtert sein sollen, dass es endlich hinter mir lag, aber irgendwie spürte ich ebenfalls, wie mir die Tränen am Gesicht runterliefen.
Dies war der Abschied.
Der Abschied einer tollen, aber dennoch kurzen Beziehung mit Jan.
Ich liebte ihn nicht wirklich, das wurde mir leider zu spät bewusst.
Ich wusste, dass ich es beenden müsste, sonst wäre es am Ende noch schlimmer gekommen.
Aber ich würde Jan immer als besten Freund in meinen Gedanken behalten.
Ob er mir irgendwann verzeihen würde, das muss ich abwarten.
Aber ich hoffte es sehr.
Denn wir hatten eine tolle, gemeinsame Zeit als Freunde.
Die uns keiner nehmen konnte, niemals.
Aber ob Jan diese Zeit genauso gut in Gedanken hielt, wusste ich nicht.
Und ob er jemals unsere Freundschaft zurück haben wollte.
Ich hatte ihn das Herz gebrochen.
Nie zuvor hatte Jan eine feste Freundin gehabt, nie zuvor hatte er es so ernst gemeint, wie mit mir.
Bestimmt dachte er, ich hätte mit ihn nur gespielt.
Aber das ist gelogen, denn ich dachte eine Weile wirklich, dass ich ihn lieben würde. Er gab mir das Gefühl, besonders zu sein.
Er gab mir das Gefühl von wahrer Liebe.
„ Auf wiedersehen, mein bester, bester Freund ..“, sagte ich traurig zu mir selbst.
Ich ergriff meine Tasche und drehte mich um.
Auf der andere Seite des Bahnhofes stand bereits Lucas, der auf mich wartete.
Ja, dies ist nun der Schritt in meine Zukunft.
Den werde ich zwar ohne einen Menschen gehen, den ich eigentlich nie verlieren wollte, aber Hauptsache, die Wahrheit ist ausgesprochen.
Jan und ich werden keine Aussprache führen, falls wir uns in den Ferien noch mal sehen sollten, das weiß ich. Dazu habe ich ihn einfach zu sehr verletzt und es würde ihn nur noch mehr im Herzen wehtun, da er mich bestimmt nicht verstehen würde.
Lucas winkte mir zu. Ohja, da steht er. Mein Traumjunge. Ich liebte ihn sehr, ich würde ihn niemals verletzen wollen. Und ich weiß, unsere Liebe war so stark, sie würde lange halten.
Glücklich rannte ich zu Lucas und sprang ihn in seine Arme. Er lächelte und gab mir einen langen, leidenschaftlichen Kuss.
Montag, 1. August 2011
Kapitel 25
„ Aber du musst es ihn sagen. Bevor ihr wieder abreist. Ich habe keine Lust, auf so eine Art Versteckspiel. Aber verstehen kann ich dich trotzdem.“, er lächelte.
Toll. Er versteht mich, meint aber, dass ich es Jan noch morgen sagen muss.
„ Ja, so komisch es auch klingt, Naty. Weißt du, wir haben uns so viel Zeit genommen, wir kennen uns immer besser und ich merke, dass ich dich gar nicht mehr loslassen will. Aber umso länger du Jan vorschaukelst, dass du ihn noch liebst, umso mehr Chancen macht er sich in eurer Beziehung.“, fuhr er fort. Anscheinend hatte ich meine Worte wieder mal laut ausgesprochen.
„ Du hast ja recht. Ich werde es ihn morgen sagen ..“, misstrauisch blickte ich zu Lucas.
Der aber nickte verständnisvoll und nahm meine Hand.
„ Ich liebe dich und es wird mir egal sein, wie weit wir von einander getrennt sein werden. Solange unsere Liebe stark genug ist, wird sie das aushalten.“, er blickte traurig aufs Meer.
„ Lucas, ich werde so oft es geht dich besuchen kommen. Und während der Schulzeit, also Woche, da Telefonieren wir einfach miteinander.“, sagte ich beruhigend, doch Lucas Blick blieb irgendwie leer.
Es stimmt schon, wenn ich morgen abreise, werden wir weit von einander entfernt sein. Hannover ist nicht gerade nah.
Aber irgendwie werden wir das schaffen, das wusste ich.
Weil ich Lucas liebte. Und er mich genauso doll wie ich ihn.
Obwohl wir uns noch nicht so lange kennen, werde ich unsere Zeit hier am Meer nie vergessen. Wie wir glücklich am Strand entlang liefen, Hand in Hand.
Ob dies nur ein Urlaubsflirt ist, da war ich mir nicht so sicher.
Das würde sich herausstellen, wenn ich morgen abfahre.
Darüber machte ich mir jetzt aber keine Gedanken, ich genoss lieber den Moment, den Lucas und ich uns auf dem Boot teilten.
Dann war er da. Der letzte Tag.
Immer wieder versuchte ich mit Jan zu reden, doch er weiste mich in seiner Hektik und Enttäuschung ab. Als der Bus uns nach Lübeck gebracht hatte und wir am Bahnhof standen, platzte mir der Kragen.
„ Jan! Jetzt hör mir doch mal zu!“, schrie ich ihn aufgebracht an. Jan sah mich verwirrt an. „ Was denn?“ Ich nahm tief Luft. „ Ich bin mit Lucas zusammen und ich liebe ihn wirklich. Bei uns hat es irgendwie nie wirklich geklappt, da du immer mein bester Freund sein wirst. Mehr als schwämerei war es für mich nicht.“ Jan starrte mich mit großen, glasigen Augen an. „ Stimmt es?“, fragte er heiser. „ Ja.“, benommen sah ich zu den Zug, der gerade anhielt. Jan nahm seine Tasche und ich sah, wie ihn eine Träne runterlief. „ Dann wünsche ich dir alles Glück der Welt, aber Freunde werden wir nie wieder sein. Ich habe dich ernsthaft geliebt, Naty. Und ich dachte, du mich auch.“, er stieg in den Zug. Ich stand mit offenem Mund da und stellte meine Tasche ab.
Toll. Er versteht mich, meint aber, dass ich es Jan noch morgen sagen muss.
„ Ja, so komisch es auch klingt, Naty. Weißt du, wir haben uns so viel Zeit genommen, wir kennen uns immer besser und ich merke, dass ich dich gar nicht mehr loslassen will. Aber umso länger du Jan vorschaukelst, dass du ihn noch liebst, umso mehr Chancen macht er sich in eurer Beziehung.“, fuhr er fort. Anscheinend hatte ich meine Worte wieder mal laut ausgesprochen.
„ Du hast ja recht. Ich werde es ihn morgen sagen ..“, misstrauisch blickte ich zu Lucas.
Der aber nickte verständnisvoll und nahm meine Hand.
„ Ich liebe dich und es wird mir egal sein, wie weit wir von einander getrennt sein werden. Solange unsere Liebe stark genug ist, wird sie das aushalten.“, er blickte traurig aufs Meer.
„ Lucas, ich werde so oft es geht dich besuchen kommen. Und während der Schulzeit, also Woche, da Telefonieren wir einfach miteinander.“, sagte ich beruhigend, doch Lucas Blick blieb irgendwie leer.
Es stimmt schon, wenn ich morgen abreise, werden wir weit von einander entfernt sein. Hannover ist nicht gerade nah.
Aber irgendwie werden wir das schaffen, das wusste ich.
Weil ich Lucas liebte. Und er mich genauso doll wie ich ihn.
Obwohl wir uns noch nicht so lange kennen, werde ich unsere Zeit hier am Meer nie vergessen. Wie wir glücklich am Strand entlang liefen, Hand in Hand.
Ob dies nur ein Urlaubsflirt ist, da war ich mir nicht so sicher.
Das würde sich herausstellen, wenn ich morgen abfahre.
Darüber machte ich mir jetzt aber keine Gedanken, ich genoss lieber den Moment, den Lucas und ich uns auf dem Boot teilten.
Dann war er da. Der letzte Tag.
Immer wieder versuchte ich mit Jan zu reden, doch er weiste mich in seiner Hektik und Enttäuschung ab. Als der Bus uns nach Lübeck gebracht hatte und wir am Bahnhof standen, platzte mir der Kragen.
„ Jan! Jetzt hör mir doch mal zu!“, schrie ich ihn aufgebracht an. Jan sah mich verwirrt an. „ Was denn?“ Ich nahm tief Luft. „ Ich bin mit Lucas zusammen und ich liebe ihn wirklich. Bei uns hat es irgendwie nie wirklich geklappt, da du immer mein bester Freund sein wirst. Mehr als schwämerei war es für mich nicht.“ Jan starrte mich mit großen, glasigen Augen an. „ Stimmt es?“, fragte er heiser. „ Ja.“, benommen sah ich zu den Zug, der gerade anhielt. Jan nahm seine Tasche und ich sah, wie ihn eine Träne runterlief. „ Dann wünsche ich dir alles Glück der Welt, aber Freunde werden wir nie wieder sein. Ich habe dich ernsthaft geliebt, Naty. Und ich dachte, du mich auch.“, er stieg in den Zug. Ich stand mit offenem Mund da und stellte meine Tasche ab.
Kapitel 24
Als ich zum Ferienhaus zurück ging, begleitete Lucas mich.
Er wollte nicht, dass Jan mich vielleicht wieder bedrängt.
Als ich die Tür leise und vorsichtig öffnete, schlich ich mich hinein und sah, dass die Kerzen alle ausgepustet worden waren.
Auf dem Bett lag Jan, der sich ganz schön breit gemacht hatte.
Er schlief tief und fest.
Ich ging zur Tür und sagte, dass er bereits schon am schlafen wäre.
Erleichtert nickte Lucas und küsste mich zum Abschied auf die Wange.
Dann ging er langsam weg.
Lächelnd blickte ich ihn hinterher, bis er ganz verschwommen war.
Dann schloss ich die Tür und setzte mich auf den Sessel, der gegenüber von dem Bett stand, in dem Jan sich eingerollt hatte.
Ich blieb noch einige Stunden wach, dachte viel nach.
‚ Wie mache ich am besten Schluss? Oder wie sage ich es ihn?’, das waren meine letzten Gedanken, bevor ich endgültig einschlief.
Am nächsten Morgen hatte Jan bereits Frühstück für uns beide gemacht.
Liebevoll rüttelte er mich am Arm, bis ich es registrierte und mich etwas zur Seite drehte.
„ Morgen.“, sagte Jan und wollte mich küssen, doch ich lehnte meinen Kopf ablehnend zur Seite.
Jan hockte sich vor mich und bekam einen traurigen Gesichtsausdruck.
„ Naty, es tut mir wahnsinnig leid, dass ich dich gestern so bedrängt habe. Das wollte ich nicht. Ich dachte nur, du willst es auch ..?“, er stockte.
„ Jan, ich bin noch nicht bereit, um mit dir schlafen zu können.“, meinte ich unausgeschlafen und gähnte herzhaft.
Dann stand ich auf und machte mich fertig.
„ Wohin gehst du?“, Jan zeigte auf das Frühstück, was er auf den kleinen Nachttisch gestellt hatte. Sogar eine Blume lag auf dem Tablett.
„ Es tut mir leid .. Ich muss aber noch etwas mit dem Betreuer klären.“, schon sprang ich nach draußen und knallte die Tür lauthals zu.
Gut gelaunt ging ich den Strand entlang und spürte, wie Lucas meine Hand von hinten ergriff.
Ich drehte mich um und er gab mir einen kurzen Kuss.
„ Ist das okey für dich?“, fragte er schüchtern und nahm meine Hand.
„ Beides ja.“, lächelte ich.
Die letzten Urlaubstage verbrachte ich viel mit Lucas. Jan merkte nicht, dass ich einen Freund hatte, er wunderte sich aber schon stark, dass ich immer weniger Zeit mit ihn verbringen wollte.
Am vorletzten Tag waren Lucas und Tretboot fahren.
Lucas wusste, dass es noch etwas zu regeln gab.
Genauso sehr wie ich es wusste.
„ Naty, wann willst es eigentlich tun?“, Lucas schaute mir tief in die Augen.
„ Ich weiß nicht .. Ich will ihn nicht wehtun, weißt du?“, sagte ich bedrückt.
Er wollte nicht, dass Jan mich vielleicht wieder bedrängt.
Als ich die Tür leise und vorsichtig öffnete, schlich ich mich hinein und sah, dass die Kerzen alle ausgepustet worden waren.
Auf dem Bett lag Jan, der sich ganz schön breit gemacht hatte.
Er schlief tief und fest.
Ich ging zur Tür und sagte, dass er bereits schon am schlafen wäre.
Erleichtert nickte Lucas und küsste mich zum Abschied auf die Wange.
Dann ging er langsam weg.
Lächelnd blickte ich ihn hinterher, bis er ganz verschwommen war.
Dann schloss ich die Tür und setzte mich auf den Sessel, der gegenüber von dem Bett stand, in dem Jan sich eingerollt hatte.
Ich blieb noch einige Stunden wach, dachte viel nach.
‚ Wie mache ich am besten Schluss? Oder wie sage ich es ihn?’, das waren meine letzten Gedanken, bevor ich endgültig einschlief.
Am nächsten Morgen hatte Jan bereits Frühstück für uns beide gemacht.
Liebevoll rüttelte er mich am Arm, bis ich es registrierte und mich etwas zur Seite drehte.
„ Morgen.“, sagte Jan und wollte mich küssen, doch ich lehnte meinen Kopf ablehnend zur Seite.
Jan hockte sich vor mich und bekam einen traurigen Gesichtsausdruck.
„ Naty, es tut mir wahnsinnig leid, dass ich dich gestern so bedrängt habe. Das wollte ich nicht. Ich dachte nur, du willst es auch ..?“, er stockte.
„ Jan, ich bin noch nicht bereit, um mit dir schlafen zu können.“, meinte ich unausgeschlafen und gähnte herzhaft.
Dann stand ich auf und machte mich fertig.
„ Wohin gehst du?“, Jan zeigte auf das Frühstück, was er auf den kleinen Nachttisch gestellt hatte. Sogar eine Blume lag auf dem Tablett.
„ Es tut mir leid .. Ich muss aber noch etwas mit dem Betreuer klären.“, schon sprang ich nach draußen und knallte die Tür lauthals zu.
Gut gelaunt ging ich den Strand entlang und spürte, wie Lucas meine Hand von hinten ergriff.
Ich drehte mich um und er gab mir einen kurzen Kuss.
„ Ist das okey für dich?“, fragte er schüchtern und nahm meine Hand.
„ Beides ja.“, lächelte ich.
Die letzten Urlaubstage verbrachte ich viel mit Lucas. Jan merkte nicht, dass ich einen Freund hatte, er wunderte sich aber schon stark, dass ich immer weniger Zeit mit ihn verbringen wollte.
Am vorletzten Tag waren Lucas und Tretboot fahren.
Lucas wusste, dass es noch etwas zu regeln gab.
Genauso sehr wie ich es wusste.
„ Naty, wann willst es eigentlich tun?“, Lucas schaute mir tief in die Augen.
„ Ich weiß nicht .. Ich will ihn nicht wehtun, weißt du?“, sagte ich bedrückt.
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