Die Türen des Zuges schlossen sich, Jan setzte sich an ein Fenster, in meiner Nähe. Ich sah, wie ihn die Tränen runterflossen. Er sah kein mal her. Der Zug fuhr mit einem lauten Geräusch los, doch ich nahm es nicht wahr.
Da blickte Jan einmal her.
Sein Blick sprach tausend Bände.
Eigentlich hätte ich erleichtert sein sollen, dass es endlich hinter mir lag, aber irgendwie spürte ich ebenfalls, wie mir die Tränen am Gesicht runterliefen.
Dies war der Abschied.
Der Abschied einer tollen, aber dennoch kurzen Beziehung mit Jan.
Ich liebte ihn nicht wirklich, das wurde mir leider zu spät bewusst.
Ich wusste, dass ich es beenden müsste, sonst wäre es am Ende noch schlimmer gekommen.
Aber ich würde Jan immer als besten Freund in meinen Gedanken behalten.
Ob er mir irgendwann verzeihen würde, das muss ich abwarten.
Aber ich hoffte es sehr.
Denn wir hatten eine tolle, gemeinsame Zeit als Freunde.
Die uns keiner nehmen konnte, niemals.
Aber ob Jan diese Zeit genauso gut in Gedanken hielt, wusste ich nicht.
Und ob er jemals unsere Freundschaft zurück haben wollte.
Ich hatte ihn das Herz gebrochen.
Nie zuvor hatte Jan eine feste Freundin gehabt, nie zuvor hatte er es so ernst gemeint, wie mit mir.
Bestimmt dachte er, ich hätte mit ihn nur gespielt.
Aber das ist gelogen, denn ich dachte eine Weile wirklich, dass ich ihn lieben würde. Er gab mir das Gefühl, besonders zu sein.
Er gab mir das Gefühl von wahrer Liebe.
„ Auf wiedersehen, mein bester, bester Freund ..“, sagte ich traurig zu mir selbst.
Ich ergriff meine Tasche und drehte mich um.
Auf der andere Seite des Bahnhofes stand bereits Lucas, der auf mich wartete.
Ja, dies ist nun der Schritt in meine Zukunft.
Den werde ich zwar ohne einen Menschen gehen, den ich eigentlich nie verlieren wollte, aber Hauptsache, die Wahrheit ist ausgesprochen.
Jan und ich werden keine Aussprache führen, falls wir uns in den Ferien noch mal sehen sollten, das weiß ich. Dazu habe ich ihn einfach zu sehr verletzt und es würde ihn nur noch mehr im Herzen wehtun, da er mich bestimmt nicht verstehen würde.
Lucas winkte mir zu. Ohja, da steht er. Mein Traumjunge. Ich liebte ihn sehr, ich würde ihn niemals verletzen wollen. Und ich weiß, unsere Liebe war so stark, sie würde lange halten.
Glücklich rannte ich zu Lucas und sprang ihn in seine Arme. Er lächelte und gab mir einen langen, leidenschaftlichen Kuss.
Montag, 1. August 2011
Kapitel 25
„ Aber du musst es ihn sagen. Bevor ihr wieder abreist. Ich habe keine Lust, auf so eine Art Versteckspiel. Aber verstehen kann ich dich trotzdem.“, er lächelte.
Toll. Er versteht mich, meint aber, dass ich es Jan noch morgen sagen muss.
„ Ja, so komisch es auch klingt, Naty. Weißt du, wir haben uns so viel Zeit genommen, wir kennen uns immer besser und ich merke, dass ich dich gar nicht mehr loslassen will. Aber umso länger du Jan vorschaukelst, dass du ihn noch liebst, umso mehr Chancen macht er sich in eurer Beziehung.“, fuhr er fort. Anscheinend hatte ich meine Worte wieder mal laut ausgesprochen.
„ Du hast ja recht. Ich werde es ihn morgen sagen ..“, misstrauisch blickte ich zu Lucas.
Der aber nickte verständnisvoll und nahm meine Hand.
„ Ich liebe dich und es wird mir egal sein, wie weit wir von einander getrennt sein werden. Solange unsere Liebe stark genug ist, wird sie das aushalten.“, er blickte traurig aufs Meer.
„ Lucas, ich werde so oft es geht dich besuchen kommen. Und während der Schulzeit, also Woche, da Telefonieren wir einfach miteinander.“, sagte ich beruhigend, doch Lucas Blick blieb irgendwie leer.
Es stimmt schon, wenn ich morgen abreise, werden wir weit von einander entfernt sein. Hannover ist nicht gerade nah.
Aber irgendwie werden wir das schaffen, das wusste ich.
Weil ich Lucas liebte. Und er mich genauso doll wie ich ihn.
Obwohl wir uns noch nicht so lange kennen, werde ich unsere Zeit hier am Meer nie vergessen. Wie wir glücklich am Strand entlang liefen, Hand in Hand.
Ob dies nur ein Urlaubsflirt ist, da war ich mir nicht so sicher.
Das würde sich herausstellen, wenn ich morgen abfahre.
Darüber machte ich mir jetzt aber keine Gedanken, ich genoss lieber den Moment, den Lucas und ich uns auf dem Boot teilten.
Dann war er da. Der letzte Tag.
Immer wieder versuchte ich mit Jan zu reden, doch er weiste mich in seiner Hektik und Enttäuschung ab. Als der Bus uns nach Lübeck gebracht hatte und wir am Bahnhof standen, platzte mir der Kragen.
„ Jan! Jetzt hör mir doch mal zu!“, schrie ich ihn aufgebracht an. Jan sah mich verwirrt an. „ Was denn?“ Ich nahm tief Luft. „ Ich bin mit Lucas zusammen und ich liebe ihn wirklich. Bei uns hat es irgendwie nie wirklich geklappt, da du immer mein bester Freund sein wirst. Mehr als schwämerei war es für mich nicht.“ Jan starrte mich mit großen, glasigen Augen an. „ Stimmt es?“, fragte er heiser. „ Ja.“, benommen sah ich zu den Zug, der gerade anhielt. Jan nahm seine Tasche und ich sah, wie ihn eine Träne runterlief. „ Dann wünsche ich dir alles Glück der Welt, aber Freunde werden wir nie wieder sein. Ich habe dich ernsthaft geliebt, Naty. Und ich dachte, du mich auch.“, er stieg in den Zug. Ich stand mit offenem Mund da und stellte meine Tasche ab.
Toll. Er versteht mich, meint aber, dass ich es Jan noch morgen sagen muss.
„ Ja, so komisch es auch klingt, Naty. Weißt du, wir haben uns so viel Zeit genommen, wir kennen uns immer besser und ich merke, dass ich dich gar nicht mehr loslassen will. Aber umso länger du Jan vorschaukelst, dass du ihn noch liebst, umso mehr Chancen macht er sich in eurer Beziehung.“, fuhr er fort. Anscheinend hatte ich meine Worte wieder mal laut ausgesprochen.
„ Du hast ja recht. Ich werde es ihn morgen sagen ..“, misstrauisch blickte ich zu Lucas.
Der aber nickte verständnisvoll und nahm meine Hand.
„ Ich liebe dich und es wird mir egal sein, wie weit wir von einander getrennt sein werden. Solange unsere Liebe stark genug ist, wird sie das aushalten.“, er blickte traurig aufs Meer.
„ Lucas, ich werde so oft es geht dich besuchen kommen. Und während der Schulzeit, also Woche, da Telefonieren wir einfach miteinander.“, sagte ich beruhigend, doch Lucas Blick blieb irgendwie leer.
Es stimmt schon, wenn ich morgen abreise, werden wir weit von einander entfernt sein. Hannover ist nicht gerade nah.
Aber irgendwie werden wir das schaffen, das wusste ich.
Weil ich Lucas liebte. Und er mich genauso doll wie ich ihn.
Obwohl wir uns noch nicht so lange kennen, werde ich unsere Zeit hier am Meer nie vergessen. Wie wir glücklich am Strand entlang liefen, Hand in Hand.
Ob dies nur ein Urlaubsflirt ist, da war ich mir nicht so sicher.
Das würde sich herausstellen, wenn ich morgen abfahre.
Darüber machte ich mir jetzt aber keine Gedanken, ich genoss lieber den Moment, den Lucas und ich uns auf dem Boot teilten.
Dann war er da. Der letzte Tag.
Immer wieder versuchte ich mit Jan zu reden, doch er weiste mich in seiner Hektik und Enttäuschung ab. Als der Bus uns nach Lübeck gebracht hatte und wir am Bahnhof standen, platzte mir der Kragen.
„ Jan! Jetzt hör mir doch mal zu!“, schrie ich ihn aufgebracht an. Jan sah mich verwirrt an. „ Was denn?“ Ich nahm tief Luft. „ Ich bin mit Lucas zusammen und ich liebe ihn wirklich. Bei uns hat es irgendwie nie wirklich geklappt, da du immer mein bester Freund sein wirst. Mehr als schwämerei war es für mich nicht.“ Jan starrte mich mit großen, glasigen Augen an. „ Stimmt es?“, fragte er heiser. „ Ja.“, benommen sah ich zu den Zug, der gerade anhielt. Jan nahm seine Tasche und ich sah, wie ihn eine Träne runterlief. „ Dann wünsche ich dir alles Glück der Welt, aber Freunde werden wir nie wieder sein. Ich habe dich ernsthaft geliebt, Naty. Und ich dachte, du mich auch.“, er stieg in den Zug. Ich stand mit offenem Mund da und stellte meine Tasche ab.
Kapitel 24
Als ich zum Ferienhaus zurück ging, begleitete Lucas mich.
Er wollte nicht, dass Jan mich vielleicht wieder bedrängt.
Als ich die Tür leise und vorsichtig öffnete, schlich ich mich hinein und sah, dass die Kerzen alle ausgepustet worden waren.
Auf dem Bett lag Jan, der sich ganz schön breit gemacht hatte.
Er schlief tief und fest.
Ich ging zur Tür und sagte, dass er bereits schon am schlafen wäre.
Erleichtert nickte Lucas und küsste mich zum Abschied auf die Wange.
Dann ging er langsam weg.
Lächelnd blickte ich ihn hinterher, bis er ganz verschwommen war.
Dann schloss ich die Tür und setzte mich auf den Sessel, der gegenüber von dem Bett stand, in dem Jan sich eingerollt hatte.
Ich blieb noch einige Stunden wach, dachte viel nach.
‚ Wie mache ich am besten Schluss? Oder wie sage ich es ihn?’, das waren meine letzten Gedanken, bevor ich endgültig einschlief.
Am nächsten Morgen hatte Jan bereits Frühstück für uns beide gemacht.
Liebevoll rüttelte er mich am Arm, bis ich es registrierte und mich etwas zur Seite drehte.
„ Morgen.“, sagte Jan und wollte mich küssen, doch ich lehnte meinen Kopf ablehnend zur Seite.
Jan hockte sich vor mich und bekam einen traurigen Gesichtsausdruck.
„ Naty, es tut mir wahnsinnig leid, dass ich dich gestern so bedrängt habe. Das wollte ich nicht. Ich dachte nur, du willst es auch ..?“, er stockte.
„ Jan, ich bin noch nicht bereit, um mit dir schlafen zu können.“, meinte ich unausgeschlafen und gähnte herzhaft.
Dann stand ich auf und machte mich fertig.
„ Wohin gehst du?“, Jan zeigte auf das Frühstück, was er auf den kleinen Nachttisch gestellt hatte. Sogar eine Blume lag auf dem Tablett.
„ Es tut mir leid .. Ich muss aber noch etwas mit dem Betreuer klären.“, schon sprang ich nach draußen und knallte die Tür lauthals zu.
Gut gelaunt ging ich den Strand entlang und spürte, wie Lucas meine Hand von hinten ergriff.
Ich drehte mich um und er gab mir einen kurzen Kuss.
„ Ist das okey für dich?“, fragte er schüchtern und nahm meine Hand.
„ Beides ja.“, lächelte ich.
Die letzten Urlaubstage verbrachte ich viel mit Lucas. Jan merkte nicht, dass ich einen Freund hatte, er wunderte sich aber schon stark, dass ich immer weniger Zeit mit ihn verbringen wollte.
Am vorletzten Tag waren Lucas und Tretboot fahren.
Lucas wusste, dass es noch etwas zu regeln gab.
Genauso sehr wie ich es wusste.
„ Naty, wann willst es eigentlich tun?“, Lucas schaute mir tief in die Augen.
„ Ich weiß nicht .. Ich will ihn nicht wehtun, weißt du?“, sagte ich bedrückt.
Er wollte nicht, dass Jan mich vielleicht wieder bedrängt.
Als ich die Tür leise und vorsichtig öffnete, schlich ich mich hinein und sah, dass die Kerzen alle ausgepustet worden waren.
Auf dem Bett lag Jan, der sich ganz schön breit gemacht hatte.
Er schlief tief und fest.
Ich ging zur Tür und sagte, dass er bereits schon am schlafen wäre.
Erleichtert nickte Lucas und küsste mich zum Abschied auf die Wange.
Dann ging er langsam weg.
Lächelnd blickte ich ihn hinterher, bis er ganz verschwommen war.
Dann schloss ich die Tür und setzte mich auf den Sessel, der gegenüber von dem Bett stand, in dem Jan sich eingerollt hatte.
Ich blieb noch einige Stunden wach, dachte viel nach.
‚ Wie mache ich am besten Schluss? Oder wie sage ich es ihn?’, das waren meine letzten Gedanken, bevor ich endgültig einschlief.
Am nächsten Morgen hatte Jan bereits Frühstück für uns beide gemacht.
Liebevoll rüttelte er mich am Arm, bis ich es registrierte und mich etwas zur Seite drehte.
„ Morgen.“, sagte Jan und wollte mich küssen, doch ich lehnte meinen Kopf ablehnend zur Seite.
Jan hockte sich vor mich und bekam einen traurigen Gesichtsausdruck.
„ Naty, es tut mir wahnsinnig leid, dass ich dich gestern so bedrängt habe. Das wollte ich nicht. Ich dachte nur, du willst es auch ..?“, er stockte.
„ Jan, ich bin noch nicht bereit, um mit dir schlafen zu können.“, meinte ich unausgeschlafen und gähnte herzhaft.
Dann stand ich auf und machte mich fertig.
„ Wohin gehst du?“, Jan zeigte auf das Frühstück, was er auf den kleinen Nachttisch gestellt hatte. Sogar eine Blume lag auf dem Tablett.
„ Es tut mir leid .. Ich muss aber noch etwas mit dem Betreuer klären.“, schon sprang ich nach draußen und knallte die Tür lauthals zu.
Gut gelaunt ging ich den Strand entlang und spürte, wie Lucas meine Hand von hinten ergriff.
Ich drehte mich um und er gab mir einen kurzen Kuss.
„ Ist das okey für dich?“, fragte er schüchtern und nahm meine Hand.
„ Beides ja.“, lächelte ich.
Die letzten Urlaubstage verbrachte ich viel mit Lucas. Jan merkte nicht, dass ich einen Freund hatte, er wunderte sich aber schon stark, dass ich immer weniger Zeit mit ihn verbringen wollte.
Am vorletzten Tag waren Lucas und Tretboot fahren.
Lucas wusste, dass es noch etwas zu regeln gab.
Genauso sehr wie ich es wusste.
„ Naty, wann willst es eigentlich tun?“, Lucas schaute mir tief in die Augen.
„ Ich weiß nicht .. Ich will ihn nicht wehtun, weißt du?“, sagte ich bedrückt.
Sonntag, 31. Juli 2011
Kapitel 23
Lucas grinste süß und nahm seine Hand von meinem Mund.
„ Weißt du, was ich für eine Angst hatte?“, wütend fauchte ich ihn an.
„ Hey, was habe ich gesagt?“, Lucas hob seine Hand.
„ Ich schreie nicht, ich gaffe dich nur an!“, konterte ich lachend.
Lucas nickte verständnisvoll und beugte sich zu mir rüber.
„ Nun erzähl .. Irgendwas muss doch vorgefallen sein, sonst wärst du ja nicht so schnell unterwegs gewesen.“, er kniff seine Augen zusammen, um meinen Gesichtsausdruck bei dem Straßenlicht erkennen zu können.
„ Ich .. bin vor Jan fort gerannt.“, gab ich zu und musterte seinen Blick, der sich ziemlich verengte.
„ Was hat der Idiot dir angetan?“, Wut machte sich in seiner Stimme breit.
„ Er wollte mit mir schlafen ..“, ich konnte so etwas doch nicht einfach einem fast fremden erzählen!
Aber es tat gut, vor allem, da es Lucas war.
Den ich liebte.
Und er liebte mich, das sah man schon an seinen Blicken und seinem Lächeln, wenn ich es auch tat.
Aber jetzt tat Lucas alles andere, als zu lächeln.
Er ballte wutentbrannt seine Hand zu einer Faust, die Knöchel waren weiß.
„ Dieser miese Hund!“, Lucas sprang auf.
„ Nein! Bitte tu ihn nichts an.“, ich flehte schon fast, vor seinen Füßen am Boden.
„ Warum sollte ich das nicht? Niemand tut dir etwas, was du nicht willst.“
Er wandte sich zum gehen, ich aber hielt ihn am Schuh fest.
Tränen quollen mir aus den Augen.
„ Lucas .. Bitte, bitte tu das nicht. Wenn du jetzt zu Jan gehst, dann ist es aus zwischen uns.“, heulte ich, Lucas kniete sich zu mir und nahm mich in den Arm.
„ Liebst du ihn wirklich?“, fragte er bedrückt.
„ Ja ..“, ich hielt inne und korrigierte meine Worte. „ Nein .. Als besten Freund aber ja.“, Lucas küsste mich auf die Stirn und wischte mit seiner Handfläche meine Tränen weg.
Er lächelte etwas und schaute mir tief in die Augen.
„ Wen liebst du dann?“
Ich schaute weg.
„ Wen?“, seine Stimme war lauter.
„ Dich.“, flüsterte ich.
„ Wen? Ich habe das nicht verstanden.“, Lucas war voller Ernst.
„ Dich, kapiert? Ich liebe dich!“, rief ich und schaute ihn wütend an.
Das war nicht lustig, dennoch musste Lucas lachen.
Dann hob er mich hoch und drückte mich fest an sich.
„ Ich liebe dich auch, Naty. Und an liebe auf den ersten Blick glaubte ich erst, als ich dich zum ersten mal am Strand sah.“, flüsterte er mir in mein linkes Ohr. Ich spürte seinen warmen Atem und lächelte, obwohl ich wusste, dass es mit Jan damit zu ende war.
„ Weißt du, was ich für eine Angst hatte?“, wütend fauchte ich ihn an.
„ Hey, was habe ich gesagt?“, Lucas hob seine Hand.
„ Ich schreie nicht, ich gaffe dich nur an!“, konterte ich lachend.
Lucas nickte verständnisvoll und beugte sich zu mir rüber.
„ Nun erzähl .. Irgendwas muss doch vorgefallen sein, sonst wärst du ja nicht so schnell unterwegs gewesen.“, er kniff seine Augen zusammen, um meinen Gesichtsausdruck bei dem Straßenlicht erkennen zu können.
„ Ich .. bin vor Jan fort gerannt.“, gab ich zu und musterte seinen Blick, der sich ziemlich verengte.
„ Was hat der Idiot dir angetan?“, Wut machte sich in seiner Stimme breit.
„ Er wollte mit mir schlafen ..“, ich konnte so etwas doch nicht einfach einem fast fremden erzählen!
Aber es tat gut, vor allem, da es Lucas war.
Den ich liebte.
Und er liebte mich, das sah man schon an seinen Blicken und seinem Lächeln, wenn ich es auch tat.
Aber jetzt tat Lucas alles andere, als zu lächeln.
Er ballte wutentbrannt seine Hand zu einer Faust, die Knöchel waren weiß.
„ Dieser miese Hund!“, Lucas sprang auf.
„ Nein! Bitte tu ihn nichts an.“, ich flehte schon fast, vor seinen Füßen am Boden.
„ Warum sollte ich das nicht? Niemand tut dir etwas, was du nicht willst.“
Er wandte sich zum gehen, ich aber hielt ihn am Schuh fest.
Tränen quollen mir aus den Augen.
„ Lucas .. Bitte, bitte tu das nicht. Wenn du jetzt zu Jan gehst, dann ist es aus zwischen uns.“, heulte ich, Lucas kniete sich zu mir und nahm mich in den Arm.
„ Liebst du ihn wirklich?“, fragte er bedrückt.
„ Ja ..“, ich hielt inne und korrigierte meine Worte. „ Nein .. Als besten Freund aber ja.“, Lucas küsste mich auf die Stirn und wischte mit seiner Handfläche meine Tränen weg.
Er lächelte etwas und schaute mir tief in die Augen.
„ Wen liebst du dann?“
Ich schaute weg.
„ Wen?“, seine Stimme war lauter.
„ Dich.“, flüsterte ich.
„ Wen? Ich habe das nicht verstanden.“, Lucas war voller Ernst.
„ Dich, kapiert? Ich liebe dich!“, rief ich und schaute ihn wütend an.
Das war nicht lustig, dennoch musste Lucas lachen.
Dann hob er mich hoch und drückte mich fest an sich.
„ Ich liebe dich auch, Naty. Und an liebe auf den ersten Blick glaubte ich erst, als ich dich zum ersten mal am Strand sah.“, flüsterte er mir in mein linkes Ohr. Ich spürte seinen warmen Atem und lächelte, obwohl ich wusste, dass es mit Jan damit zu ende war.
Kapitel 22
Ich stand fassungslos da.
„ Warte!“, schrie ich ihn hinterher, doch er drehte sich kein mal um.
Ohne zu wissen, was ich fühlen sollte, ging ich weiter auf das Ferienhaus zu, wo Jan mich schon erwartete.
„ Da bist du ja.“, er lächelte und drückte mir einen Kuss auf den Mund.
„ Was wolltest du von dem?“, Jan musterte mich.
„ Nur sagen, dass ich ihn nicht liebe, sondern dich.“, ich schaute Jan in die Augen.
Jan lächelte und umarmte mich. „ Und das ist auch gut so, Schatz.“
Dann löste er die Umarmung und hielt mich an den Schultern fest.
„ Warte einen Augenblick, ja?“, er verschwand im Ferienhaus.
Gespannt wartete ich draußen und hörte, wie Jan durch das Ferienhaus auf und ab ging.
Dann kam er endlich raus und winkte mich zu sich.
Er hielt mir die Augen zu und führte mich ins Haus.
Als er seine Hände wegnahm, sah man überall Kerzen leuchten. Es sah aus, als wären es tausende.
Bevor ich etwas sagen konnte, schob Jan seine Hand unter mein Shirt und küsste mich.
Ich nahm erschrocken seine Hand weg und ging einen Schritt zurück.
„ Jan ..“, ich traute mich nicht, es auszusprechen.
„ Komm schon, die Gelegenheit gibt es nur einmal ..“, sagte er und leckte sich begierig über seine Lippen.
Er ging auf mich zu und fing an, mich am Hals zu küssen.
„ Ich will das nicht!“, sagte ich deutlich und ging schnell an ihn vorbei, aus dem Haus raus.
Jan rannte mir hinterher.
„ Alles war so perfekt, der Moment, die Stimmung, die Lichter!“, seine verzweifelte Stimme schrie umsonst.
Ich ging stur geradeaus zur Stadt.
Als ich Jan’s Stimme nicht mehr hörte, dachte ich, er sei hinter mir her.
Ich fing an, zu rennen.
Die hellen Laternen machten es mir schwer, die Wege der Straßen zu erkennen. Aber ich hatte irgendwie Angst.
Plötzlich merkte ich eine Gestalt, die hinter mir her lief.
Ich rannte noch schneller und erreichte nach einiger Zeit schwer atmend einen Hafen, wo Boote standen.
Ich versteckte mich hinter einem Boot, das weiß und sehr groß schien.
„ Was ist passiert?“, eine Hand legte sich auf meine Schulter.
Schreiend zuckte ich zusammen.
Der Mund wurde mir zugehalten, die Person drehte mich um.
Es war Lucas.
Besorgt sah er mich und sagte ruhig „ Bitte schrei nicht noch einmal den Hafen zusammen, sonst kann ich meine Hand nicht wegnehmen.“
„ Warte!“, schrie ich ihn hinterher, doch er drehte sich kein mal um.
Ohne zu wissen, was ich fühlen sollte, ging ich weiter auf das Ferienhaus zu, wo Jan mich schon erwartete.
„ Da bist du ja.“, er lächelte und drückte mir einen Kuss auf den Mund.
„ Was wolltest du von dem?“, Jan musterte mich.
„ Nur sagen, dass ich ihn nicht liebe, sondern dich.“, ich schaute Jan in die Augen.
Jan lächelte und umarmte mich. „ Und das ist auch gut so, Schatz.“
Dann löste er die Umarmung und hielt mich an den Schultern fest.
„ Warte einen Augenblick, ja?“, er verschwand im Ferienhaus.
Gespannt wartete ich draußen und hörte, wie Jan durch das Ferienhaus auf und ab ging.
Dann kam er endlich raus und winkte mich zu sich.
Er hielt mir die Augen zu und führte mich ins Haus.
Als er seine Hände wegnahm, sah man überall Kerzen leuchten. Es sah aus, als wären es tausende.
Bevor ich etwas sagen konnte, schob Jan seine Hand unter mein Shirt und küsste mich.
Ich nahm erschrocken seine Hand weg und ging einen Schritt zurück.
„ Jan ..“, ich traute mich nicht, es auszusprechen.
„ Komm schon, die Gelegenheit gibt es nur einmal ..“, sagte er und leckte sich begierig über seine Lippen.
Er ging auf mich zu und fing an, mich am Hals zu küssen.
„ Ich will das nicht!“, sagte ich deutlich und ging schnell an ihn vorbei, aus dem Haus raus.
Jan rannte mir hinterher.
„ Alles war so perfekt, der Moment, die Stimmung, die Lichter!“, seine verzweifelte Stimme schrie umsonst.
Ich ging stur geradeaus zur Stadt.
Als ich Jan’s Stimme nicht mehr hörte, dachte ich, er sei hinter mir her.
Ich fing an, zu rennen.
Die hellen Laternen machten es mir schwer, die Wege der Straßen zu erkennen. Aber ich hatte irgendwie Angst.
Plötzlich merkte ich eine Gestalt, die hinter mir her lief.
Ich rannte noch schneller und erreichte nach einiger Zeit schwer atmend einen Hafen, wo Boote standen.
Ich versteckte mich hinter einem Boot, das weiß und sehr groß schien.
„ Was ist passiert?“, eine Hand legte sich auf meine Schulter.
Schreiend zuckte ich zusammen.
Der Mund wurde mir zugehalten, die Person drehte mich um.
Es war Lucas.
Besorgt sah er mich und sagte ruhig „ Bitte schrei nicht noch einmal den Hafen zusammen, sonst kann ich meine Hand nicht wegnehmen.“
Kapitel 21
Ich ging rüber zu Lucas, der immer noch wütend war, sich aber verwirrt den Sand abwischte.
„ Was war das denn?“, rief er mir fragend zu.
„ Keine Ahnung.“, ich schüttelte meinen Kopf.
„ Wollen wir etwas spazieren gehen?“, Lucas hielt mir seinen Arm hin, in den ich mich einhakte.
Eine Weile gingen wir schweigend den Strand entlang.
Dann brach Lucas endlich das schweigen und setzte sich mit mir auf dem weichen Sand.
„ Sag mal ehrlich .. Was wollte der von mir?“
Ich blickte auf den Sand und malte mit dem Zeigefinger rum.
„ Ich weiß nicht .. Dich verprügeln?“
Lucas lachte leise. „ Ja, das habe ich mir auch schon gedacht .. Nur warum?“
Ich hüstelte leise vor mich und sah Lucas kurz ins Gesicht, bevor ich meinen Blick wieder senkte.
„ Er ist dein Freund, oder?“, Lucas Stimme brach ab.
„ Woher weißt du das?“
„ Ich hätte es mir schon denken können. Romantischer Spaziergang am Strand .. Schon klar. Ich dachte aber, du wärst es nicht, deshalb ..“, seine Stimme wurde immer unverständlicher, bis er aufhörte zu reden.
Ich blickte ihn an und fragte „ Deshalb was?“
Lucas senkte seinen Blick und meinte leise „ Deshalb habe ich dich angeflirtet.“, er lächelte kurz, doch dann verschwand es wieder.
„ Oh.“, mir verschlug es die Sprache.
Niemand wollte bisher was von mir wissen und nun zwei auf einmal?
Das war unfair.
„ Was ist unfair?“, Lucas starrte mich an.
„ Oh, habe ich das laut gesagt?“, fragte ich zurückhaltend.
„ Ja ..“, er lies mich nicht aus den Augen.
„ Tut mir leid, war nicht an dich.“, ich stand auf und ging langsam Richtung Ferienhaus.
Lucas stand ebenfalls auf und folgte mir mit schnellen Schritten.
„ Bitte erzähl es mir. Ich weiß, wir kennen uns nicht, aber ich möchte es wissen.“, seine Augen strahlten vor Neugier.
„ Okey .. Also bisher hatte ich noch nie einen Freund. Jan, also der, der dich schlagen wollte, das war bisher nur mein bester Freund, aber nun sind wir seid einigen Wochen ein Paar. Und ich dachte immer, mich würde keiner lieben, aber dann passierte halt das mit Jan und mir und dann auf einmal kamst du.“
Ich war ratlos, ich wusste nicht, wie ich weiter erzählen sollte.
Lucas schweigte und sah mich immer noch voller Neugier von der Seite an.
„ Glaubst du an Liebe auf dem ersten Blick?“, fragte ich, meine Stimme versagte.
„ Ja.“, sagte Lucas und hielt meinen Arm.
Er schaute mir tief in die Augen und küsste mich.
Nach einigen Sekunden schreckte er zurück und ging fort.
„ Was war das denn?“, rief er mir fragend zu.
„ Keine Ahnung.“, ich schüttelte meinen Kopf.
„ Wollen wir etwas spazieren gehen?“, Lucas hielt mir seinen Arm hin, in den ich mich einhakte.
Eine Weile gingen wir schweigend den Strand entlang.
Dann brach Lucas endlich das schweigen und setzte sich mit mir auf dem weichen Sand.
„ Sag mal ehrlich .. Was wollte der von mir?“
Ich blickte auf den Sand und malte mit dem Zeigefinger rum.
„ Ich weiß nicht .. Dich verprügeln?“
Lucas lachte leise. „ Ja, das habe ich mir auch schon gedacht .. Nur warum?“
Ich hüstelte leise vor mich und sah Lucas kurz ins Gesicht, bevor ich meinen Blick wieder senkte.
„ Er ist dein Freund, oder?“, Lucas Stimme brach ab.
„ Woher weißt du das?“
„ Ich hätte es mir schon denken können. Romantischer Spaziergang am Strand .. Schon klar. Ich dachte aber, du wärst es nicht, deshalb ..“, seine Stimme wurde immer unverständlicher, bis er aufhörte zu reden.
Ich blickte ihn an und fragte „ Deshalb was?“
Lucas senkte seinen Blick und meinte leise „ Deshalb habe ich dich angeflirtet.“, er lächelte kurz, doch dann verschwand es wieder.
„ Oh.“, mir verschlug es die Sprache.
Niemand wollte bisher was von mir wissen und nun zwei auf einmal?
Das war unfair.
„ Was ist unfair?“, Lucas starrte mich an.
„ Oh, habe ich das laut gesagt?“, fragte ich zurückhaltend.
„ Ja ..“, er lies mich nicht aus den Augen.
„ Tut mir leid, war nicht an dich.“, ich stand auf und ging langsam Richtung Ferienhaus.
Lucas stand ebenfalls auf und folgte mir mit schnellen Schritten.
„ Bitte erzähl es mir. Ich weiß, wir kennen uns nicht, aber ich möchte es wissen.“, seine Augen strahlten vor Neugier.
„ Okey .. Also bisher hatte ich noch nie einen Freund. Jan, also der, der dich schlagen wollte, das war bisher nur mein bester Freund, aber nun sind wir seid einigen Wochen ein Paar. Und ich dachte immer, mich würde keiner lieben, aber dann passierte halt das mit Jan und mir und dann auf einmal kamst du.“
Ich war ratlos, ich wusste nicht, wie ich weiter erzählen sollte.
Lucas schweigte und sah mich immer noch voller Neugier von der Seite an.
„ Glaubst du an Liebe auf dem ersten Blick?“, fragte ich, meine Stimme versagte.
„ Ja.“, sagte Lucas und hielt meinen Arm.
Er schaute mir tief in die Augen und küsste mich.
Nach einigen Sekunden schreckte er zurück und ging fort.
Kapitel 20
Krass, wie schnell man sich in jemanden verlieben kann.
‚ Soll ich es Jan sagen? Und wenn ja, wie nur?’, dachte ich, während Jan meine Hand nahm, um mich aus dem Ferienhaus zu ziehen.
Wir wollten einen Spaziergang am Strand machen. Es war schon spät Abends, die Sonne ertrank Rot im Meer.
Es war ein wunderschöner Anblick.
Jan bemerkte, dass ich tief in Gedanken war. „ Woran denkst du grad?“
„ An .. nichts.“, ich schaute extra weit über Jan’s Schulter, damit ich nicht seinen ‚Ich-habe-dich-durchschaut-Blick’ sehen musste.
Den hatte er nämlich echt gut drauf.
„ Du lügst.“, lachte er leise.
„ Gut, du hast ja recht.“, gab ich kleinlaut zu.
„ Woran denkst du dann?“, hakte Jan nach und blieb vor mir stehen.
„ Ich .. Ich denke an ..“, bevor ich noch weiter rumstottern konnte, sah ich, wie eine schwarze Gestalt auf uns zu lief.
„ Da kommt jemand auf uns zu.“, zischte ich und wollte verschwinden.
Jan aber blieb stehen, also tat ich es auch.
„ Hey, du bist doch das hübsche Mädchen vom Strand, oder?“, es war der Junge. ‚ Oh nein, nicht jetzt.’, dachte ich und nickte ihn zu.
„ Wusste ich doch.“, grinste er und stellte sich neben Jan, der ihn aufmerksam musterte.
„ Wer bist du?“, fragte er in einem unhöflichen Ton.
Der Junge blieb aber gelassen. „ Lucas. Darf ich vorstellen: Lucas Hapert.“, er drehte sich im Kreis und lachte.
Mir huschte ebenfalls ein kurzes Lächeln über die Lippen.
Lucas.
Ein Name, der für mich, sehr gut zu ihn passte.
Lucas kam auf mich zu und nahm meine Hand.
„ Und wie ist ihr Name, wunderschöne Frau?“, lächelte er und sah in meine Augen.
„ Naty.“, hauchte ich und er spürte meinen warmen Atem.
Er atmete tief ein und wieder aus, bevor er einen Schritt zurück ging.
Jan stand einfach da. Sein Gesicht hatte bereits schon die Farbe einer Tomate, er war ziemlich wütend.
Doch, als Lucas sich bei mir einhaken und fort gehen wollte, griff er ein und schubste Lucas hart weg. Lucas landete im Sand und stand ebenso wütend auf, um Jan eine zu verpassen.
Da schritt ich ein und schrie „ Hört auf!“, beide blieben stehen.
„ Ich mach dich fertig.“, Jan’s Augen glänzten vor Schadenfreude.
„ Ganz langsam, Kumpel .. Ich weiß gar nicht, was ich dir so schlimmes getan habe.“, Lucas hielt sich schützend seine Hände vor die Brust.
„ Du hast ..“, ich nahm Jan zur Seite, bevor er weiter reden konnte.
„ Was soll das?“, fragte er genervt.
„ Das sollte ich eher dich fragen.“, meinte ich und sah ihn ernst an. „ Lass mich und Lucas bitte einen Augenblick allein, ok?“, Jan nickte nur und ging.
‚ Soll ich es Jan sagen? Und wenn ja, wie nur?’, dachte ich, während Jan meine Hand nahm, um mich aus dem Ferienhaus zu ziehen.
Wir wollten einen Spaziergang am Strand machen. Es war schon spät Abends, die Sonne ertrank Rot im Meer.
Es war ein wunderschöner Anblick.
Jan bemerkte, dass ich tief in Gedanken war. „ Woran denkst du grad?“
„ An .. nichts.“, ich schaute extra weit über Jan’s Schulter, damit ich nicht seinen ‚Ich-habe-dich-durchschaut-Blick’ sehen musste.
Den hatte er nämlich echt gut drauf.
„ Du lügst.“, lachte er leise.
„ Gut, du hast ja recht.“, gab ich kleinlaut zu.
„ Woran denkst du dann?“, hakte Jan nach und blieb vor mir stehen.
„ Ich .. Ich denke an ..“, bevor ich noch weiter rumstottern konnte, sah ich, wie eine schwarze Gestalt auf uns zu lief.
„ Da kommt jemand auf uns zu.“, zischte ich und wollte verschwinden.
Jan aber blieb stehen, also tat ich es auch.
„ Hey, du bist doch das hübsche Mädchen vom Strand, oder?“, es war der Junge. ‚ Oh nein, nicht jetzt.’, dachte ich und nickte ihn zu.
„ Wusste ich doch.“, grinste er und stellte sich neben Jan, der ihn aufmerksam musterte.
„ Wer bist du?“, fragte er in einem unhöflichen Ton.
Der Junge blieb aber gelassen. „ Lucas. Darf ich vorstellen: Lucas Hapert.“, er drehte sich im Kreis und lachte.
Mir huschte ebenfalls ein kurzes Lächeln über die Lippen.
Lucas.
Ein Name, der für mich, sehr gut zu ihn passte.
Lucas kam auf mich zu und nahm meine Hand.
„ Und wie ist ihr Name, wunderschöne Frau?“, lächelte er und sah in meine Augen.
„ Naty.“, hauchte ich und er spürte meinen warmen Atem.
Er atmete tief ein und wieder aus, bevor er einen Schritt zurück ging.
Jan stand einfach da. Sein Gesicht hatte bereits schon die Farbe einer Tomate, er war ziemlich wütend.
Doch, als Lucas sich bei mir einhaken und fort gehen wollte, griff er ein und schubste Lucas hart weg. Lucas landete im Sand und stand ebenso wütend auf, um Jan eine zu verpassen.
Da schritt ich ein und schrie „ Hört auf!“, beide blieben stehen.
„ Ich mach dich fertig.“, Jan’s Augen glänzten vor Schadenfreude.
„ Ganz langsam, Kumpel .. Ich weiß gar nicht, was ich dir so schlimmes getan habe.“, Lucas hielt sich schützend seine Hände vor die Brust.
„ Du hast ..“, ich nahm Jan zur Seite, bevor er weiter reden konnte.
„ Was soll das?“, fragte er genervt.
„ Das sollte ich eher dich fragen.“, meinte ich und sah ihn ernst an. „ Lass mich und Lucas bitte einen Augenblick allein, ok?“, Jan nickte nur und ging.
Kapitel 19
Unsere Betreuer waren der Brenner schlechthin. Sie nahmen sich mehr Zeit für sich selbst, als für uns. Aber uns allen war das eh egal, dann hatten wir mehr Zeit für selbstständige Spaziergänge durch die Stadt und am Strand.
Die ersten fünf Tage waren viel zu schnell vorbei.
Danach aber zogen sich die Tage zäh hin wie ein Kaugummi.
Als es mir zu öde wurde, wollte ich mich mal alleine umsehen.
Ich packte mir mein Handtuch und einen Ball in die Tasche und ging schon im Bikini umgezogen an den Strand.
Heute war viel los hier. Überall Menschen, weit und breit, wie das Auge sehen konnte.
Im flachen Gewässer tummelten sich kleine Kinder mit ihren Eltern rum.
Und weiter draußen schwammen Erwachsene und auch Jugendliche.
Die Sonne schien heißer als die letzten Tage.
Es war beinahe unerträglich.
Ich legte mich ins flache Wasser und schloss meine Augen. Die Abkühlung tat echt gut.
Ein Schatten warf sich. Ich blinzelte und versuchte, aufzuschauen.
Vor mir stand ein Typ, er war schon etwas gebräunt, hatte braune, zerzauste Haare, fast wie die von Jan. Nur lagen sie von Jan nicht so perfekt wie die des Jungen.
Er lächelte schief und bückte sich zu mir runter.
„ So ein hübsches Mädchen ohne Begleitung?“, fragte er grinsend und spritzte mich etwas mit dem Wasser nass.
Da ich nicht wusste, wie ich reagieren sollte, setzte ich mich auf und machte ihn ebenfalls nass. Nur viel, viel nasser, als er mich gemacht hatte.
„ Das tut mir schrecklich Leid!“, ich sah ihn erschrocken an, doch er nahm es locker.
„ Ist doch nur Wasser, oder?“, grinste er und hielt mir seine Hand hin.
Ich ergriff sie und er zog mich hoch zu sich.
Da stand er. Direkt vor mir. Er war etwas größer als ich, aber kleiner als Jan.
Er grinste und legte seine Arme um mich, hob mich hoch und trug mich bis zum Bauch ins Wasser, bis er mich losließ.
Als ich wieder auftauchte, war er verschwunden.
‚ Komisch .. Eben war er doch noch da, vor nicht mal drei Sekunden!’, ich suchte den ganzen Strand ab.
Doch er war wie vom Erdboden verschluckt.
„ Naty, du wirst bei der Hitze schon echt paranoid.“, sagte ich mir selbst und drehte mich um, um etwas weiter raus zu schwimmen.
In den nächsten Tagen musste ich immer wieder an den Jungem vom Strand denken.
Seine kastanienbraunen Haare, seine karierte Boxershorts .. Alles an ihn schien perfekt.
Oh nein. Ich hatte mich doch nicht in ihn verliebt, oder?
Die ersten fünf Tage waren viel zu schnell vorbei.
Danach aber zogen sich die Tage zäh hin wie ein Kaugummi.
Als es mir zu öde wurde, wollte ich mich mal alleine umsehen.
Ich packte mir mein Handtuch und einen Ball in die Tasche und ging schon im Bikini umgezogen an den Strand.
Heute war viel los hier. Überall Menschen, weit und breit, wie das Auge sehen konnte.
Im flachen Gewässer tummelten sich kleine Kinder mit ihren Eltern rum.
Und weiter draußen schwammen Erwachsene und auch Jugendliche.
Die Sonne schien heißer als die letzten Tage.
Es war beinahe unerträglich.
Ich legte mich ins flache Wasser und schloss meine Augen. Die Abkühlung tat echt gut.
Ein Schatten warf sich. Ich blinzelte und versuchte, aufzuschauen.
Vor mir stand ein Typ, er war schon etwas gebräunt, hatte braune, zerzauste Haare, fast wie die von Jan. Nur lagen sie von Jan nicht so perfekt wie die des Jungen.
Er lächelte schief und bückte sich zu mir runter.
„ So ein hübsches Mädchen ohne Begleitung?“, fragte er grinsend und spritzte mich etwas mit dem Wasser nass.
Da ich nicht wusste, wie ich reagieren sollte, setzte ich mich auf und machte ihn ebenfalls nass. Nur viel, viel nasser, als er mich gemacht hatte.
„ Das tut mir schrecklich Leid!“, ich sah ihn erschrocken an, doch er nahm es locker.
„ Ist doch nur Wasser, oder?“, grinste er und hielt mir seine Hand hin.
Ich ergriff sie und er zog mich hoch zu sich.
Da stand er. Direkt vor mir. Er war etwas größer als ich, aber kleiner als Jan.
Er grinste und legte seine Arme um mich, hob mich hoch und trug mich bis zum Bauch ins Wasser, bis er mich losließ.
Als ich wieder auftauchte, war er verschwunden.
‚ Komisch .. Eben war er doch noch da, vor nicht mal drei Sekunden!’, ich suchte den ganzen Strand ab.
Doch er war wie vom Erdboden verschluckt.
„ Naty, du wirst bei der Hitze schon echt paranoid.“, sagte ich mir selbst und drehte mich um, um etwas weiter raus zu schwimmen.
In den nächsten Tagen musste ich immer wieder an den Jungem vom Strand denken.
Seine kastanienbraunen Haare, seine karierte Boxershorts .. Alles an ihn schien perfekt.
Oh nein. Ich hatte mich doch nicht in ihn verliebt, oder?
Kapitel 18
Dies wiederum fand Jan nicht zum lachen. Er blickte mir ernst in die Augen und fragte „ Warum nimmst du unsere Beziehung nicht ernst?“
Ich seufzte und stelle mich auf meine Zehenspitzen, um ihn einen Kuss aufzudrücken. „ Natürlich nehme ich das ernst, nur habe ich heute richtig gute Laune, Schatz!“, sagte ich und strahlte.
Jan lächelte, als er mich so glücklich sah und legte seinen Arm um mich, während wir auf meine Klasse zusteuerten.
„ Übrigens .. Ich fahre in den Sommerferien an die Ostsee.“, meinte er knapp.
„ WAS?“, das Grinsen, das sich in mein Gesicht breit machte, sprach Bände.
„ Ja! Ich fahre mit dir an die Ostsee!“, er grinste ebenfalls, als hätte er im Lotto gewonnen.
„ Das wird echt der beste Urlaub aller Zeiten!“, rief ich überglücklich und kuschelte mich an ihn.
Wie schlimm der Urlaub wurde, wusste ich erst, als ich ihn hinter mir hatte.
Die letzten zwei Schulwochen vergingen wie im Flug und schon packte ich zufrieden meinen Koffer.
„ Hast du alles?“, fragte Dad und schaute vorsichtig durch den Spalt, den meine Zimmertür zu bieten hatte.
„ Ja. Alles gepackt.“, sagte ich und nahm meinen Koffer in die Hand.
Mein Dad lies mich am Hauptbahnhof raus, er umarmte mich länger als ich wollte, aber Abschied nehmen war für ihn wohl noch schwieriger, als für mich.
Am Hauptbahnhof stand bereits eine Gruppe mit Jugendlichen, alle sahen älter aus als ich.
Zum Glück erkannte ich Jan, mitten in dem Gewusel.
Fest schloss er mich in seine Arme.
Während der Zugfahrt lehnte ich meinen Kopf an Jan’s Schulter und blickte aus dem großen Fenster hinaus, wo alles mit der Schnelligkeit verschwamm.
Nach einer sehr langen Fahrt stiegen wir in Lübeck aus, dort wartete bereits schon ein Reisebus auf uns.
Die restliche Fahrt verging schnell und schon standen wir vor unserem Ferienhaus, indem wir die nächsten 3 Wochen leben würden.
Es war nicht sonderlich groß, aber es gehörte uns. Die Jugendlichen durften sich alle von selbst aufteilen, also war doch klar, dass Jan und ich uns ein Ferienhaus gemeinsam suchen würden.
Drinnen war es sehr gemütlich und altmodisch. Mir gefiel es vom ersten Blick an.
Wir mussten uns ein Bett teilen, aber Jan schien damit keine großen Bedenken zu haben.
„ Macht es dir denn was aus?“, er sah zu mir rüber. „ Nein, gar nicht.“, lächelte ich und ignorierte das komische Bauchgefühl dabei voll und ganz.
„ Gut, dann werden wir uns es hier bestimmt richtig bequem machen“, meinte Jan. Ein unwohles Gefühl überkam mich.
„ Genau.“, ich senkte meinen Blick und hoffte, dass es nicht so wäre.
Ich seufzte und stelle mich auf meine Zehenspitzen, um ihn einen Kuss aufzudrücken. „ Natürlich nehme ich das ernst, nur habe ich heute richtig gute Laune, Schatz!“, sagte ich und strahlte.
Jan lächelte, als er mich so glücklich sah und legte seinen Arm um mich, während wir auf meine Klasse zusteuerten.
„ Übrigens .. Ich fahre in den Sommerferien an die Ostsee.“, meinte er knapp.
„ WAS?“, das Grinsen, das sich in mein Gesicht breit machte, sprach Bände.
„ Ja! Ich fahre mit dir an die Ostsee!“, er grinste ebenfalls, als hätte er im Lotto gewonnen.
„ Das wird echt der beste Urlaub aller Zeiten!“, rief ich überglücklich und kuschelte mich an ihn.
Wie schlimm der Urlaub wurde, wusste ich erst, als ich ihn hinter mir hatte.
Die letzten zwei Schulwochen vergingen wie im Flug und schon packte ich zufrieden meinen Koffer.
„ Hast du alles?“, fragte Dad und schaute vorsichtig durch den Spalt, den meine Zimmertür zu bieten hatte.
„ Ja. Alles gepackt.“, sagte ich und nahm meinen Koffer in die Hand.
Mein Dad lies mich am Hauptbahnhof raus, er umarmte mich länger als ich wollte, aber Abschied nehmen war für ihn wohl noch schwieriger, als für mich.
Am Hauptbahnhof stand bereits eine Gruppe mit Jugendlichen, alle sahen älter aus als ich.
Zum Glück erkannte ich Jan, mitten in dem Gewusel.
Fest schloss er mich in seine Arme.
Während der Zugfahrt lehnte ich meinen Kopf an Jan’s Schulter und blickte aus dem großen Fenster hinaus, wo alles mit der Schnelligkeit verschwamm.
Nach einer sehr langen Fahrt stiegen wir in Lübeck aus, dort wartete bereits schon ein Reisebus auf uns.
Die restliche Fahrt verging schnell und schon standen wir vor unserem Ferienhaus, indem wir die nächsten 3 Wochen leben würden.
Es war nicht sonderlich groß, aber es gehörte uns. Die Jugendlichen durften sich alle von selbst aufteilen, also war doch klar, dass Jan und ich uns ein Ferienhaus gemeinsam suchen würden.
Drinnen war es sehr gemütlich und altmodisch. Mir gefiel es vom ersten Blick an.
Wir mussten uns ein Bett teilen, aber Jan schien damit keine großen Bedenken zu haben.
„ Macht es dir denn was aus?“, er sah zu mir rüber. „ Nein, gar nicht.“, lächelte ich und ignorierte das komische Bauchgefühl dabei voll und ganz.
„ Gut, dann werden wir uns es hier bestimmt richtig bequem machen“, meinte Jan. Ein unwohles Gefühl überkam mich.
„ Genau.“, ich senkte meinen Blick und hoffte, dass es nicht so wäre.
Kapitel 17
Der Wecker war dieses mal fleißig und piepte eine ganze halbe Stunde durch.
Ich war aber zu müde zum aufstehen.
Doch als ich merkte, dass ich keine andere Wahl habe, stand ich mühevoll auf und schlurfte langsam in die Küche.
Mein Vater schwafelte ununterbrochen von irgend so einer Horrorserie, die er in der Nacht zuvor gesehen hatte, aber ich hörte kaum zu.
Ich machte mich fertig und achtete heute irgendwie besonders auf mein Aussehen.
Draußen war ein wundervolles Traumwetter.
Das erste richtige Anzeichen vom Sommer in den letzten Wochen, wie ich fand.
Als ich die Haustür hinter mir geschlossen hatte und eine menge Zeit hatte, um zur Bushaltestelle zu gehen, blieb ich nach den ersten Metern stehen und schloss meine Augen. Die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht fühlten sich traumhaft schön an.
Ich steckte mir meine Kopfhörer rein und machte meinen MP3 Player an.
Im Takt zur aufmunternden Musik tanzte ich meinen Weg zum Bus.
‚ So gute Laune hatte ich schon lange nicht mehr und schon lange habe ich mich nicht mehr so sehr auf die Schule gefreut wie heute.’, stellte ich lächelnd fest.
Der Bus hielt wie jeden Morgen überpünktlich am Busbahnhof.
Echt nervig. Morgens war er viel zu früh, Mittags aber immer zu spät.
Aber ich machte mir nichts draus und ging zum Schulhof.
Dort setzte ich mich auf einer Mauer, nicht weit entfernt von meiner Klasse.
Ich wollte noch unbedingt auf Jan warten, bevor ich mich mit den Leuten aus meiner Klassen rumschlagen muss.
Irgendwie wartete ich umsonst, denn er kam nicht.
Immer mehr Jugendliche strömten vom Busbahnhof auf den Schulhof und Klassen. Von Jan war nirgends eine Spur.
Selbst als es klingelte war er noch nicht da gewesen. Ich machte mir ernsthaft Gedanken, ob alles okey sei.
Gerade, als ich mich auf den Weg zu meiner Klasse machte, hörte ich, wie jemand aus der ferne meinen Namen rief.
Ich blieb stehen, drehte mich aber nicht um.
Plötzlich hielt mir jemand seine Hände vor meinen Augen.
„ Rate mal, wer ich bin?“, flüsterte Jan zärtlich in mein rechtes Ohr.
„ Spinner!“, lachte ich und Jan nahm seine Hände weg.
Er stellte sich vor mich, als ich weiter gehen wollte.
Jan lächelte mich an und zog mich zu sich, legte seine Lippen auf meine und küsste mich sanft.
Er schmeckte gut, nach Erdbeeren.
„ Wow, du siehst heute besonders schön aus, Naty.“, er staunte nicht schlecht, als er mich genau betrachtete.
„ Und du bist heute besonders am rumschleimen, mein lieber.“, lachte ich.
Ich war aber zu müde zum aufstehen.
Doch als ich merkte, dass ich keine andere Wahl habe, stand ich mühevoll auf und schlurfte langsam in die Küche.
Mein Vater schwafelte ununterbrochen von irgend so einer Horrorserie, die er in der Nacht zuvor gesehen hatte, aber ich hörte kaum zu.
Ich machte mich fertig und achtete heute irgendwie besonders auf mein Aussehen.
Draußen war ein wundervolles Traumwetter.
Das erste richtige Anzeichen vom Sommer in den letzten Wochen, wie ich fand.
Als ich die Haustür hinter mir geschlossen hatte und eine menge Zeit hatte, um zur Bushaltestelle zu gehen, blieb ich nach den ersten Metern stehen und schloss meine Augen. Die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht fühlten sich traumhaft schön an.
Ich steckte mir meine Kopfhörer rein und machte meinen MP3 Player an.
Im Takt zur aufmunternden Musik tanzte ich meinen Weg zum Bus.
‚ So gute Laune hatte ich schon lange nicht mehr und schon lange habe ich mich nicht mehr so sehr auf die Schule gefreut wie heute.’, stellte ich lächelnd fest.
Der Bus hielt wie jeden Morgen überpünktlich am Busbahnhof.
Echt nervig. Morgens war er viel zu früh, Mittags aber immer zu spät.
Aber ich machte mir nichts draus und ging zum Schulhof.
Dort setzte ich mich auf einer Mauer, nicht weit entfernt von meiner Klasse.
Ich wollte noch unbedingt auf Jan warten, bevor ich mich mit den Leuten aus meiner Klassen rumschlagen muss.
Irgendwie wartete ich umsonst, denn er kam nicht.
Immer mehr Jugendliche strömten vom Busbahnhof auf den Schulhof und Klassen. Von Jan war nirgends eine Spur.
Selbst als es klingelte war er noch nicht da gewesen. Ich machte mir ernsthaft Gedanken, ob alles okey sei.
Gerade, als ich mich auf den Weg zu meiner Klasse machte, hörte ich, wie jemand aus der ferne meinen Namen rief.
Ich blieb stehen, drehte mich aber nicht um.
Plötzlich hielt mir jemand seine Hände vor meinen Augen.
„ Rate mal, wer ich bin?“, flüsterte Jan zärtlich in mein rechtes Ohr.
„ Spinner!“, lachte ich und Jan nahm seine Hände weg.
Er stellte sich vor mich, als ich weiter gehen wollte.
Jan lächelte mich an und zog mich zu sich, legte seine Lippen auf meine und küsste mich sanft.
Er schmeckte gut, nach Erdbeeren.
„ Wow, du siehst heute besonders schön aus, Naty.“, er staunte nicht schlecht, als er mich genau betrachtete.
„ Und du bist heute besonders am rumschleimen, mein lieber.“, lachte ich.
Kapitel 16
Am nächsten Tag wurde ich von Dad abgeholt, der mich besorgt lange im Arm hielt und mich dann vorsichtig im Auto bugsierte. Er bedankte sich bei Jan und stieg dann ein.
Den ganzen Rest des Wochenendes hatten Jan und ich keinen Kontakt.
Ganz ehrlich, ich habe mich nicht wirklich getraut, ihn anzurufen.
Dabei haben wir vorher als beste Freunde fast täglich stundenlang am Telefon mit einander geredet.
Warum Jan sich nicht meldete wusste ich nicht und ich konnte es mir nicht erklären.
Also rief ich am Sonntag Abend meine beste Freundin Rebekka an.
Rebekka kenne ich schon seid unsere gemeinsame Grundschulzeit.
Wir waren schon ab der ersten Klasse die dicksten Freundinnen.
Uns konnte niemand trennen und wird auch niemals jemand. Ihr kann ich blind vertrauen und sie vertraut mir auch alles blind an. Und sie ist immer für mich da gewesen bisher.
Ihr das mit Jan zu erzählen fiel mir nicht leicht.
Aber irgendwann würde sie es eh rausbekommen, also lieber jetzt als nie.
„ Naty, schön, dass du anrufst.“, Rebekka nahm gut gelaunt den Anruf an.
„ Hey .. Wie geht es dir? Seid ihr gut in Norwegen angekommen?“
Rebekka hielt kurz inne. Dann antwortete sie kurz und knapp. „ Ja, sind wir und es geht mir echt super. Norwegen ist genauso wunderschön wie letztes Jahr, schade, dass du nicht dabei bist .. Aber jetzt weniger von mir, mehr von dir. Wie geht es dir und wie sind die letzten Schulwochen so?“
„ Mir geht es prima. Und die letzten Wochen ohne dich sind doch nicht so schlimm, wie ich es mir gedacht habe.“, sagte ich lächelnd.
„ Ahhh .. Wer ist der glückliche Junge?“, man hörte Rebekka am Unterton schon an, dass sie bereits wusste, ich wäre verliebt.
Natürlich wollte ich es doch lieber erst abstreiten.
„ Ich bin nicht verliebt, also gibt es auch keinen glücklichen.“, meinte ich.
„ Wirklich nicht?“, Rebekka kannte mich einfach zu gut.
„ Na gut, es gibt da doch jemanden .. Den .. Ähm .. Jan.“, ich schwieg.
Rebekka auch. Nach einer Minute hatte sie wohl ihre Fassung wieder errungen und quetschte mich mit tausend Fragen aus.
„ Seid wann seid ihr ein Paar? Wieso habt ihr euch erst jetzt gefunden? Und wie seid ihr zusammen gekommen?“
Geduldig antwortete ich auf jede einzelne ihrer Fragen.
Nach etwa einer Stunde war das Gespräch beendet.
„ Ich hoffe, dass eure Beziehung deinen Urlaub aushält ..“, meinte Rebekka am Ende des Telefonates nachdenklich. „ Ich bin nicht so eine, die ihren Freund nach jeder Woche wechselt, das weißt du auch.“, meinte ich und legte mit einem schnellen „ Muss auflegen, wird sonst teuer, genieß Norwegen.“ auf.
‚ Das wird garantiert eine teure Telefonrechnung diesen Monat’, dachte ich, nachdem ich aufgelegt hatte.
In dieser Nacht darauf konnte ich irgendwie nicht einschlafen. Komisch.
Den ganzen Rest des Wochenendes hatten Jan und ich keinen Kontakt.
Ganz ehrlich, ich habe mich nicht wirklich getraut, ihn anzurufen.
Dabei haben wir vorher als beste Freunde fast täglich stundenlang am Telefon mit einander geredet.
Warum Jan sich nicht meldete wusste ich nicht und ich konnte es mir nicht erklären.
Also rief ich am Sonntag Abend meine beste Freundin Rebekka an.
Rebekka kenne ich schon seid unsere gemeinsame Grundschulzeit.
Wir waren schon ab der ersten Klasse die dicksten Freundinnen.
Uns konnte niemand trennen und wird auch niemals jemand. Ihr kann ich blind vertrauen und sie vertraut mir auch alles blind an. Und sie ist immer für mich da gewesen bisher.
Ihr das mit Jan zu erzählen fiel mir nicht leicht.
Aber irgendwann würde sie es eh rausbekommen, also lieber jetzt als nie.
„ Naty, schön, dass du anrufst.“, Rebekka nahm gut gelaunt den Anruf an.
„ Hey .. Wie geht es dir? Seid ihr gut in Norwegen angekommen?“
Rebekka hielt kurz inne. Dann antwortete sie kurz und knapp. „ Ja, sind wir und es geht mir echt super. Norwegen ist genauso wunderschön wie letztes Jahr, schade, dass du nicht dabei bist .. Aber jetzt weniger von mir, mehr von dir. Wie geht es dir und wie sind die letzten Schulwochen so?“
„ Mir geht es prima. Und die letzten Wochen ohne dich sind doch nicht so schlimm, wie ich es mir gedacht habe.“, sagte ich lächelnd.
„ Ahhh .. Wer ist der glückliche Junge?“, man hörte Rebekka am Unterton schon an, dass sie bereits wusste, ich wäre verliebt.
Natürlich wollte ich es doch lieber erst abstreiten.
„ Ich bin nicht verliebt, also gibt es auch keinen glücklichen.“, meinte ich.
„ Wirklich nicht?“, Rebekka kannte mich einfach zu gut.
„ Na gut, es gibt da doch jemanden .. Den .. Ähm .. Jan.“, ich schwieg.
Rebekka auch. Nach einer Minute hatte sie wohl ihre Fassung wieder errungen und quetschte mich mit tausend Fragen aus.
„ Seid wann seid ihr ein Paar? Wieso habt ihr euch erst jetzt gefunden? Und wie seid ihr zusammen gekommen?“
Geduldig antwortete ich auf jede einzelne ihrer Fragen.
Nach etwa einer Stunde war das Gespräch beendet.
„ Ich hoffe, dass eure Beziehung deinen Urlaub aushält ..“, meinte Rebekka am Ende des Telefonates nachdenklich. „ Ich bin nicht so eine, die ihren Freund nach jeder Woche wechselt, das weißt du auch.“, meinte ich und legte mit einem schnellen „ Muss auflegen, wird sonst teuer, genieß Norwegen.“ auf.
‚ Das wird garantiert eine teure Telefonrechnung diesen Monat’, dachte ich, nachdem ich aufgelegt hatte.
In dieser Nacht darauf konnte ich irgendwie nicht einschlafen. Komisch.
Kapitel 15
Er sah mir direkt in meine blauen Augen.
„ Woher willst du wissen, dass ich doch etwas empfinde?“, flüsterte ich und versuchte, ruhig zu klingen.
„ Weil ich es spüre.“, er nahm meine Hand und legte sie auf sein Herz.
Es pochte wild, als würde es tausend Loopings in einer Sekunde machen.
„ Das passiert, wenn du mir nah bist. Sogar dich zu sehen muss reichen.“, er lächelte und nahm meine Hände in seine.
Er fasste sie, als wären sie ein goldener Schatz.
Und dann sprach er die Worte aus, die ich verachtete. „ ich liebe dich und du mich auch.“
Jan sah mich an, ich weg.
„ Sieh mich an, gib mir einen Kuss und sag mir dann, dass du mich nicht liebst.“, es klang fast wie ein Befehl.
Ich sah ihn an und erstarrte.
Wollte er das wirklich?
„ Ja, bitte.“, er sah mich an.
Ich blickte kurz in seine Augen und dann legte ich vorsichtig meine Lippen auf seine. In meinem Bauch explodierten tausend Feuerwerke, es war traumhaft.
Da wollte Jan meine Lippen mir seiner Zunge öffnen.
Ich bekam Panik und schreckte zurück.
„ Keine Angst, ich tue nichts, was du nicht willst.“, sagte er beschwichtigend.
Ich atmete auf und er legte wiederholt seine Lippen auf die meine und öffnete sie vorsichtig mit seiner Zunge.
Jan war zärtlich, er drängte mich nicht dazu, gleich richtig mit ihn zum zu knutschen.
Wir küssten uns immer wieder, mit jedem mal fühlte ich mich wohler, weil ich mich dran gewöhnte.
Einmal presste er mich rücksichtslos gegen die Wand und man sah ihn die Leidenschaft, die ihn überkam, an.
Aber er zügelte sich gleich wieder.
Später überkam mich die Müdigkeit und ich legte mich erschöpft auf sein Bett.
Jan legte sich neben mich und nahm meine Hand.
Hand in Hand lagen wir da und starrten die weiße Decke an.
„ Darf ich dich etwas fragen?“, murmelte Jan zögerlich.
„ Alles, was du willst.“, meinte ich lächelnd und setzte mich auf.
Jan setzte sich ebenfalls auf und sah mich an. „ Liebst du mich wirklich?“
„ Ja. Ich liebe dich, Jan. Und zwar schon so verdammt lange. Ich wollte es nur nie wirklich wahrhaben, weil ich an unserer Freundschaft so festgehalten habe.“, gab ich ehrlich und etwas traurig zu.
Jan strahlte über sein ganzes Gesicht.
„ Ich schwöre dir, wir holen all die Zeit als Paar auf. Ich liebe dich so unglaublich doll. Nie wieder ohne dich, Schatz.“, lächelte er und warf sich förmlich auf mich, um mich zärtlich zu küssen.
„ Woher willst du wissen, dass ich doch etwas empfinde?“, flüsterte ich und versuchte, ruhig zu klingen.
„ Weil ich es spüre.“, er nahm meine Hand und legte sie auf sein Herz.
Es pochte wild, als würde es tausend Loopings in einer Sekunde machen.
„ Das passiert, wenn du mir nah bist. Sogar dich zu sehen muss reichen.“, er lächelte und nahm meine Hände in seine.
Er fasste sie, als wären sie ein goldener Schatz.
Und dann sprach er die Worte aus, die ich verachtete. „ ich liebe dich und du mich auch.“
Jan sah mich an, ich weg.
„ Sieh mich an, gib mir einen Kuss und sag mir dann, dass du mich nicht liebst.“, es klang fast wie ein Befehl.
Ich sah ihn an und erstarrte.
Wollte er das wirklich?
„ Ja, bitte.“, er sah mich an.
Ich blickte kurz in seine Augen und dann legte ich vorsichtig meine Lippen auf seine. In meinem Bauch explodierten tausend Feuerwerke, es war traumhaft.
Da wollte Jan meine Lippen mir seiner Zunge öffnen.
Ich bekam Panik und schreckte zurück.
„ Keine Angst, ich tue nichts, was du nicht willst.“, sagte er beschwichtigend.
Ich atmete auf und er legte wiederholt seine Lippen auf die meine und öffnete sie vorsichtig mit seiner Zunge.
Jan war zärtlich, er drängte mich nicht dazu, gleich richtig mit ihn zum zu knutschen.
Wir küssten uns immer wieder, mit jedem mal fühlte ich mich wohler, weil ich mich dran gewöhnte.
Einmal presste er mich rücksichtslos gegen die Wand und man sah ihn die Leidenschaft, die ihn überkam, an.
Aber er zügelte sich gleich wieder.
Später überkam mich die Müdigkeit und ich legte mich erschöpft auf sein Bett.
Jan legte sich neben mich und nahm meine Hand.
Hand in Hand lagen wir da und starrten die weiße Decke an.
„ Darf ich dich etwas fragen?“, murmelte Jan zögerlich.
„ Alles, was du willst.“, meinte ich lächelnd und setzte mich auf.
Jan setzte sich ebenfalls auf und sah mich an. „ Liebst du mich wirklich?“
„ Ja. Ich liebe dich, Jan. Und zwar schon so verdammt lange. Ich wollte es nur nie wirklich wahrhaben, weil ich an unserer Freundschaft so festgehalten habe.“, gab ich ehrlich und etwas traurig zu.
Jan strahlte über sein ganzes Gesicht.
„ Ich schwöre dir, wir holen all die Zeit als Paar auf. Ich liebe dich so unglaublich doll. Nie wieder ohne dich, Schatz.“, lächelte er und warf sich förmlich auf mich, um mich zärtlich zu küssen.
Kapitel 14
Ich wusste, dass ich bald eingeholt werde. Doch ich rannte weiter.
Dummerweise übersah ich einen Stein, über den ich stolperte und hinfiel.
Tränen schossen mir in die Augen, ein Schmerz machte sich breit.
Ich versuchte, aufzustehen, erfolglos.
Später habe ich nichts mehr gehört oder gesehen, mir wurde schwarz vor Augen.
Als ich aufwachte, sah ich an eine Decke. Ich drehte mich zur Seite und glaubte kaum, was ich sah.
Ich war bei Jan zuhause, er saß mit besorgtem Gesichtsausdruck an seinem Bett, auf dem ich lag.
„ Wie geht es dir?“, fragte Jan und ergriff vorsichtig meine Hand.
„ Es geht .. Mein Kopf, aua.“, ich tastete mit der anderen Hand meinen Kopf ab.
Das wird wohl am Hinterkopf eine große Beule entstehen ..
Jan beugte sich runter, aus Panik rollte ich mich auf die andere Seite.
„ Keine Angst .. Ich wollte nur nach einer Beule sehen.“, er klang bedrückt.
„ Alles gut. Du, ich muss nach Hause. Dad macht sich bestimmt schon Sorgen.“, ich setzte mich hin und ging vom Bett runter.
„ Alles geklärt, er meinte, du solltest heute die Nacht über lieber bei mir bleiben.“, ein Grinsen huschte über sein Gesicht, mir lief es eiskalt über den Rücken.
„ Nein, danke.“, ich ging zur Tür, doch Jan hielt mich auf.
„ Ich werde dir nichts antun.“, sagte er mit einer vorwurfsvollen Stimmlage.
„ Okey.“, hauchte ich, Jan hob mich hoch und trug mich auf sein Bett.
Ich setzte mich auf und blickte ihn in seine mandelbraunen Augen.
Ich stand dann doch wieder auf und ging an sein Fenster und blickte hinaus, ins Schwarze. Man konnte nur kleine, gelbe, Lichter von den Laternen erkennen.
Jan stand unschlüssig da. Dann ging er auf mich zu.
„ Ich habe ihn gelesen.“, meinte er und holte den Brief aus seiner Hosentasche.
Mit großen Augen starrte ich auf das etwas zerknitterte Papier.
„ Ähm ..“, ich war sprachlos und senkte meinen Blick wieder nach draußen.
„ Ist das dein ernst?“, fragte Jan mich.
Ich sah ihn kurz an „ Ja.“
Da machte Jan schnelle, große Schritte auf mich zu und umfasste meine Schultern fest.
Ich bekam Angst, das merkte er sofort.
Entschuldigend lies er mich los.
„ Du hast recht .. Du bist feige.“, meinte er kalt. Ich starrte zu ihn.
„ Du bist zu feige, um zu deinen Gefühlen zu stehen und suchst dafür unsinnige Ausreden, Naty.“, er ging ein paar Schritte zurück.
Dann ging er auf mich zu und blieb vor mir stehen, er sah in mein Gesicht, ich spürte seinen warmen Atem.
Dummerweise übersah ich einen Stein, über den ich stolperte und hinfiel.
Tränen schossen mir in die Augen, ein Schmerz machte sich breit.
Ich versuchte, aufzustehen, erfolglos.
Später habe ich nichts mehr gehört oder gesehen, mir wurde schwarz vor Augen.
Als ich aufwachte, sah ich an eine Decke. Ich drehte mich zur Seite und glaubte kaum, was ich sah.
Ich war bei Jan zuhause, er saß mit besorgtem Gesichtsausdruck an seinem Bett, auf dem ich lag.
„ Wie geht es dir?“, fragte Jan und ergriff vorsichtig meine Hand.
„ Es geht .. Mein Kopf, aua.“, ich tastete mit der anderen Hand meinen Kopf ab.
Das wird wohl am Hinterkopf eine große Beule entstehen ..
Jan beugte sich runter, aus Panik rollte ich mich auf die andere Seite.
„ Keine Angst .. Ich wollte nur nach einer Beule sehen.“, er klang bedrückt.
„ Alles gut. Du, ich muss nach Hause. Dad macht sich bestimmt schon Sorgen.“, ich setzte mich hin und ging vom Bett runter.
„ Alles geklärt, er meinte, du solltest heute die Nacht über lieber bei mir bleiben.“, ein Grinsen huschte über sein Gesicht, mir lief es eiskalt über den Rücken.
„ Nein, danke.“, ich ging zur Tür, doch Jan hielt mich auf.
„ Ich werde dir nichts antun.“, sagte er mit einer vorwurfsvollen Stimmlage.
„ Okey.“, hauchte ich, Jan hob mich hoch und trug mich auf sein Bett.
Ich setzte mich auf und blickte ihn in seine mandelbraunen Augen.
Ich stand dann doch wieder auf und ging an sein Fenster und blickte hinaus, ins Schwarze. Man konnte nur kleine, gelbe, Lichter von den Laternen erkennen.
Jan stand unschlüssig da. Dann ging er auf mich zu.
„ Ich habe ihn gelesen.“, meinte er und holte den Brief aus seiner Hosentasche.
Mit großen Augen starrte ich auf das etwas zerknitterte Papier.
„ Ähm ..“, ich war sprachlos und senkte meinen Blick wieder nach draußen.
„ Ist das dein ernst?“, fragte Jan mich.
Ich sah ihn kurz an „ Ja.“
Da machte Jan schnelle, große Schritte auf mich zu und umfasste meine Schultern fest.
Ich bekam Angst, das merkte er sofort.
Entschuldigend lies er mich los.
„ Du hast recht .. Du bist feige.“, meinte er kalt. Ich starrte zu ihn.
„ Du bist zu feige, um zu deinen Gefühlen zu stehen und suchst dafür unsinnige Ausreden, Naty.“, er ging ein paar Schritte zurück.
Dann ging er auf mich zu und blieb vor mir stehen, er sah in mein Gesicht, ich spürte seinen warmen Atem.
Kapitel 13
Lieber Jan,
Es fällt mir nicht leicht, dir einen Brief zu schreiben.
‚ Verdammt!’, genervt zerknüllte ich das Papier und warf es zu Boden.
Lieber Jan,
Es fällt mir richtig schwer, dir einen Brief zu schreiben.
Ich habe aber irgendwie nicht den Mut dazu, es dir persönlicher zu sagen.
Ich mag dich echt gerne, aber mehr ist da nicht drin. Du bist mein bester Freund, vergiss das nicht. Du willst das alles doch nicht so zerstören.
Außerdem … Du weißt, dass ich noch nie einen richtigen Freund hatte, also bin ich doch eh nicht gut genug für dich. Du verdienst ein Mädchen, dass dich richtig liebt und sich schon besser auskennt, als ich.
Einfach, jemanden aus deiner Altersklasse. Ein Jahr ist halt eben ein Jahr unterschied zwischen uns.
Ich hoffe, du verstehst mich und wirst den Kontakt trotzdem noch beibehalten.
Als Freunde, wie sonst auch. Ich habe leider keine Gefühle für dich, Tut mir leid.
Deine Naty
Zufrieden steckte ich den Brief in meine Jackentasche und stand auf.
Draußen war es bereits schon dunkel, aber das war mir egal.
Der Brief sollte unbedingt noch heute ankommen.
Im Wohnzimmer setzte ich mich zu Dad und fragte ihn, ob er mich wohin bringen könnte.
„ Gerne. Wohin denn?“, er stand auf und holte den Autoschlüssel.
„ In die Stadt. Ich beschreibe dir den Weg.“, meinte ich, als wir zum Auto gingen.
Der Weg zu Jan’s Haus war leicht zu beschreiben, aber da es echt nebelig war, musste Dad langsam fahren.
Als er anhielt, merkte ich, dass vor uns schon das Ziel war.
„ Danke.“, ich stieg aus und wartete, bis Dad weggefahren war.
Ich hielt inne.
Im Haus schien kein einziges Licht, wirklich keins.
Vielleicht waren Jan und seine Eltern aus.
Ich steckte den Brief so still, wie es ging durch den Briefschlitz an der Haustür.
Auf dem Weg nach Hause, durchfuhr mich ein Schauer.
Es war wirklich kaum etwas zu sehen.
Nur ein Licht, das sah ich. Es sah so aus, als würde es größer werden.
„ Ist nur Einbildung.’, sagte ich zu mir selbst.
Doch das Licht wurde größer, nach einiger Zeit hörte man sogar einen Motor.
Ich bekam Angst und drehte mich um, lief los, weiter in die Dunkelheit.
Es fällt mir nicht leicht, dir einen Brief zu schreiben.
‚ Verdammt!’, genervt zerknüllte ich das Papier und warf es zu Boden.
Lieber Jan,
Es fällt mir richtig schwer, dir einen Brief zu schreiben.
Ich habe aber irgendwie nicht den Mut dazu, es dir persönlicher zu sagen.
Ich mag dich echt gerne, aber mehr ist da nicht drin. Du bist mein bester Freund, vergiss das nicht. Du willst das alles doch nicht so zerstören.
Außerdem … Du weißt, dass ich noch nie einen richtigen Freund hatte, also bin ich doch eh nicht gut genug für dich. Du verdienst ein Mädchen, dass dich richtig liebt und sich schon besser auskennt, als ich.
Einfach, jemanden aus deiner Altersklasse. Ein Jahr ist halt eben ein Jahr unterschied zwischen uns.
Ich hoffe, du verstehst mich und wirst den Kontakt trotzdem noch beibehalten.
Als Freunde, wie sonst auch. Ich habe leider keine Gefühle für dich, Tut mir leid.
Deine Naty
Zufrieden steckte ich den Brief in meine Jackentasche und stand auf.
Draußen war es bereits schon dunkel, aber das war mir egal.
Der Brief sollte unbedingt noch heute ankommen.
Im Wohnzimmer setzte ich mich zu Dad und fragte ihn, ob er mich wohin bringen könnte.
„ Gerne. Wohin denn?“, er stand auf und holte den Autoschlüssel.
„ In die Stadt. Ich beschreibe dir den Weg.“, meinte ich, als wir zum Auto gingen.
Der Weg zu Jan’s Haus war leicht zu beschreiben, aber da es echt nebelig war, musste Dad langsam fahren.
Als er anhielt, merkte ich, dass vor uns schon das Ziel war.
„ Danke.“, ich stieg aus und wartete, bis Dad weggefahren war.
Ich hielt inne.
Im Haus schien kein einziges Licht, wirklich keins.
Vielleicht waren Jan und seine Eltern aus.
Ich steckte den Brief so still, wie es ging durch den Briefschlitz an der Haustür.
Auf dem Weg nach Hause, durchfuhr mich ein Schauer.
Es war wirklich kaum etwas zu sehen.
Nur ein Licht, das sah ich. Es sah so aus, als würde es größer werden.
„ Ist nur Einbildung.’, sagte ich zu mir selbst.
Doch das Licht wurde größer, nach einiger Zeit hörte man sogar einen Motor.
Ich bekam Angst und drehte mich um, lief los, weiter in die Dunkelheit.
Kapitel 12
„ Pssst.“, er legte mir seinen Zeigefinger auf den Mund und blickte mir in meine glasigen Augen. „ Du bist wunderschön.“, Jan strich mir eine meiner Blondorangen Haarsträhnen aus dem Gesicht und legte einen Arm um mich.
So standen wir da.
Arm im Arm.
Zärtlich küsste er mir eine Träne weg, die meine Wange runterkullerte.
„ Ich kann das nicht“, schniefend löste ich mich von ihn und lief fort.
Jan starrte mir ungläubig hinterher, eine Träne lief hinunter.
Den ganzen Weg nach Hause lief ich zu Fuß.
Ich wollte nicht länger auf meinen Bus warten.
Ich wollte nicht Jan sehen, ich wollte einfach nur alleine sein.
Wenigstens eine nicht so komplizierte Überraschung gab es heute noch.
Mein Dad hatte mir tatsächlich einen Urlaub gebucht.
„ Es geht an die Ostsee.“, sagte er voller stolz, grinste dabei wie ein Olympiersieger.
Ich sah ihn an. „ Nicht gut?“, fragte er verwirrt.
„ Wunderbar!“, sagte ich und umarmte ihn dankbar und schluchzte auf.
„ Freust du dich so sehr?“, fragte Dad überrascht.
„ Ja.“, log ich und blickte in die Leere.
Dann löse sich mein Dad und gab mir mein Zug Ticket.
„ Ganz ohne Eltern, ganz ohne mich. Endlich mal wieder Urlaub machen.“, meinte er zwinkernd zu mir.
„ Du wirst mir fehlen, Dad. Keine Frage, aber ich finde, du solltest dir auch mal was gönnen. Du sollst nicht so viel Geld für mich ausgeben, wenn du davon nie wirklich was hast.“, sagte ich und blickte auf mein Ticket.
„ Ach was, ich freue mich doch riesig für dich, das ist alles Geld der Welt wert. Hauptsache, du strahlst mal wieder und es geht dir gut.“, sagte er beschwichtigend.
„ Geht es dir denn gut?“, fragte er und blickte mich lächelnd an.
„ Ja.“, ich lächelte und ging rauf zum Dachboden.
Ich setzte mich auf die Fensterbank im Flur, vor der Treppe, die rauf führte.
Ich blickte raus, in die Landschaft.
Es wurde nebelig, die Sonne sank hinter den Bäumen und ließen die Wolken wunderbar erleuchten.
Lächelnd beobachtete ich einen Vogel, der auf dem Baum, der neben dem Fenster war, sich putzte.
Er plusterte sich auf, wie ein Tennisball.
‚ Schade, dass er mich nicht zu Jan fliegen kann’, dachte ich traurig.
Ich hätte ihn es sehr gerne erklärt. Aber es ging irgendwie nicht.
Da kam mir eine super Idee.
Ich lief in mein Zimmer und warf alles vom Schreibtisch. Ich schreibe einen Brief an Jan, das war die Idee.
So standen wir da.
Arm im Arm.
Zärtlich küsste er mir eine Träne weg, die meine Wange runterkullerte.
„ Ich kann das nicht“, schniefend löste ich mich von ihn und lief fort.
Jan starrte mir ungläubig hinterher, eine Träne lief hinunter.
Den ganzen Weg nach Hause lief ich zu Fuß.
Ich wollte nicht länger auf meinen Bus warten.
Ich wollte nicht Jan sehen, ich wollte einfach nur alleine sein.
Wenigstens eine nicht so komplizierte Überraschung gab es heute noch.
Mein Dad hatte mir tatsächlich einen Urlaub gebucht.
„ Es geht an die Ostsee.“, sagte er voller stolz, grinste dabei wie ein Olympiersieger.
Ich sah ihn an. „ Nicht gut?“, fragte er verwirrt.
„ Wunderbar!“, sagte ich und umarmte ihn dankbar und schluchzte auf.
„ Freust du dich so sehr?“, fragte Dad überrascht.
„ Ja.“, log ich und blickte in die Leere.
Dann löse sich mein Dad und gab mir mein Zug Ticket.
„ Ganz ohne Eltern, ganz ohne mich. Endlich mal wieder Urlaub machen.“, meinte er zwinkernd zu mir.
„ Du wirst mir fehlen, Dad. Keine Frage, aber ich finde, du solltest dir auch mal was gönnen. Du sollst nicht so viel Geld für mich ausgeben, wenn du davon nie wirklich was hast.“, sagte ich und blickte auf mein Ticket.
„ Ach was, ich freue mich doch riesig für dich, das ist alles Geld der Welt wert. Hauptsache, du strahlst mal wieder und es geht dir gut.“, sagte er beschwichtigend.
„ Geht es dir denn gut?“, fragte er und blickte mich lächelnd an.
„ Ja.“, ich lächelte und ging rauf zum Dachboden.
Ich setzte mich auf die Fensterbank im Flur, vor der Treppe, die rauf führte.
Ich blickte raus, in die Landschaft.
Es wurde nebelig, die Sonne sank hinter den Bäumen und ließen die Wolken wunderbar erleuchten.
Lächelnd beobachtete ich einen Vogel, der auf dem Baum, der neben dem Fenster war, sich putzte.
Er plusterte sich auf, wie ein Tennisball.
‚ Schade, dass er mich nicht zu Jan fliegen kann’, dachte ich traurig.
Ich hätte ihn es sehr gerne erklärt. Aber es ging irgendwie nicht.
Da kam mir eine super Idee.
Ich lief in mein Zimmer und warf alles vom Schreibtisch. Ich schreibe einen Brief an Jan, das war die Idee.
Kapitel 11
„ Es tut mir leid, ich hatte noch einen Arzttermin, den mein Vater vergessen hatte.“, log ich und blickte mit großen, unschuldigen Augen in das Gesicht meiner alten Lehrerin.
„ Ist okey, solange es dir körperlich gut geht.“, lächelte sie und ich ging auf den Schulhof.
Das war leicht.
Schwerer wird es mit Jan.
Ich suchte die gesamte Schule ab, aber irgendwie war er fort.
Das machte mich etwas panisch, also nahm ich all meinen Mut zusammen und betrat seine Klasse.
Anders, als in meiner Klasse, begrüßten die Leute mich nett und lächelten.
„ Hey. Weiß einer von euch, wo Jan ist?“, ich blickte in die Runde.
„ Nein, er wollte nur etwas alleine draußen spazieren gehen.“, sagte ein blondes Mädchen höflich.
„ Okey, danke!“, schon war ich wieder draußen.
Er könnte überall hingegangen sein.
Nach der Schule ging ich schneller als sonst zum Busbahnhof und sah mich suchend um. Aber ich wurde erstmal nicht fündig.
Stattdessen kamen Leandra und ein paar andere Mädchen aus meiner Klasse auf mich zu und fingen vor mir an, über mich her zu ziehen.
„ Wo ist deine Bettgeschichte?“, fragte Leandra lachend.
„ Hä?“, ich verstand mal wieder nur Bahnhof.
„ Na, der Typ, mit dem du gestern so eng hier am rummachen warst, wo ist er?“, fragte sie in einem zickigen Ton.
„ Keine Ahnung .. Ich suche ihn auch.“, meinte ich und sah sie dabei nicht an.
„ Tja, wohl doch nur Bettgeschichte. Als ob dich jemals jemand lieben würd.“, lachend zogen die Mädchen davon.
Da schoss es mir durch den Kopf. Jan ist verliebt in mich!
Hinter mir hörte ich ein räuspern. Ich drehte mich genervt um, in der Erwartung, Leandra wäre wieder da, um rumzustacheln.
Falsch gedacht, es war Jan.
Er hatte seinen Kopf gesenkt und schaute scheu zu mir herüber.
Froh darüber, ihn zu sehen, ging ich auf ihn zu und wollte ihn umarmen, doch er wies mich ab.
„ Was ist los?“, fragte ich flüsternd, da eine Gruppe Jungs und Mädchen hinter uns standen.
„ Ich .. Ich .. Ach, vergiss es.“, er wandte sich zum gehen.
Ich aber ging einen Schritt, stand hinter ihn und schloss meine Arme um seinen Bauch.
„ Es tut mir so leid, Janni.“, flüsterte ich. Tränen schossen mir in die Augen.
Ich unterdrückte ein Schluchzen, Jan drehte sich gekonnt um, ohne, dass ich meine Arme lösen musste.
„ Ist okey, solange es dir körperlich gut geht.“, lächelte sie und ich ging auf den Schulhof.
Das war leicht.
Schwerer wird es mit Jan.
Ich suchte die gesamte Schule ab, aber irgendwie war er fort.
Das machte mich etwas panisch, also nahm ich all meinen Mut zusammen und betrat seine Klasse.
Anders, als in meiner Klasse, begrüßten die Leute mich nett und lächelten.
„ Hey. Weiß einer von euch, wo Jan ist?“, ich blickte in die Runde.
„ Nein, er wollte nur etwas alleine draußen spazieren gehen.“, sagte ein blondes Mädchen höflich.
„ Okey, danke!“, schon war ich wieder draußen.
Er könnte überall hingegangen sein.
Nach der Schule ging ich schneller als sonst zum Busbahnhof und sah mich suchend um. Aber ich wurde erstmal nicht fündig.
Stattdessen kamen Leandra und ein paar andere Mädchen aus meiner Klasse auf mich zu und fingen vor mir an, über mich her zu ziehen.
„ Wo ist deine Bettgeschichte?“, fragte Leandra lachend.
„ Hä?“, ich verstand mal wieder nur Bahnhof.
„ Na, der Typ, mit dem du gestern so eng hier am rummachen warst, wo ist er?“, fragte sie in einem zickigen Ton.
„ Keine Ahnung .. Ich suche ihn auch.“, meinte ich und sah sie dabei nicht an.
„ Tja, wohl doch nur Bettgeschichte. Als ob dich jemals jemand lieben würd.“, lachend zogen die Mädchen davon.
Da schoss es mir durch den Kopf. Jan ist verliebt in mich!
Hinter mir hörte ich ein räuspern. Ich drehte mich genervt um, in der Erwartung, Leandra wäre wieder da, um rumzustacheln.
Falsch gedacht, es war Jan.
Er hatte seinen Kopf gesenkt und schaute scheu zu mir herüber.
Froh darüber, ihn zu sehen, ging ich auf ihn zu und wollte ihn umarmen, doch er wies mich ab.
„ Was ist los?“, fragte ich flüsternd, da eine Gruppe Jungs und Mädchen hinter uns standen.
„ Ich .. Ich .. Ach, vergiss es.“, er wandte sich zum gehen.
Ich aber ging einen Schritt, stand hinter ihn und schloss meine Arme um seinen Bauch.
„ Es tut mir so leid, Janni.“, flüsterte ich. Tränen schossen mir in die Augen.
Ich unterdrückte ein Schluchzen, Jan drehte sich gekonnt um, ohne, dass ich meine Arme lösen musste.
Kapitel 10
Als Jan seine Hände wegnahm und um mich schlang, lies ich es zu.
Er presste mich gegen die Wand neben der Tür und wollte mich gerade leidenschaftlich Küssen, aber nahm all meine Kraft zusammen und drückte ihn von mir weg.
Jan sah mich irritiert an, ich aber war stocksauer.
Eigentlich hätte ich gar keinen Grund dazu haben sollen, aber ich war es einfach.
Ich hob meine Hand und schlug zu, traf seine rechte Wange, auf der er nach meinem Ausrutscher beschämt seine Hand legte.
Mit glasigen Augen sah er mich an.
„ Ich .. ich wollte das nicht ..“, fing ich zu stottern an, aber Jan öffnete bereits seine Klassentür.
„ Jan, scheiße, es tut mir leid!“, rief ich mit traurigen Unterton, als er in die Klasse ging.
„ Zu spät.“, er drehte sich bei den Worten zu mir um, schloss dann aber die Tür hinter sich.
Bestürzt ging ich zu meiner Klasse. Aber ich ging nicht hinein. Ich stand nur vor der Tür.
Gedankenverloren stützte ich mich neben der Tür ab.
Warum wollte Jan mich küssen?
Warum jetzt?
Viele Fragen schossen mir durch den Kopf.
Ich war zu aufgewühlt, um jetzt still im Klassenraum zu sitzen.
Ich beschloss, etwas raus zu gehen, frische Luft zu schnappen, damit ich klare Gedanken fassen kann.
Als ich draußen war, rannte ich los. Erstmal vom Schulgelände, dann auf ein naheliegendes Feld, das bereits zu blühen anfing.
Ich kämpfte mich durch die Blüten, zur Mitte.
Dort sank ich zu Boden und schloss meine Augen.
Als ich wieder aufwachte, war bereits schon Mittagspause.
Ein Blick auf meine Uhr und schon brach Panik in mir aus.
An der Schule angekommen, tummelten sich ein paar Schüler auf dem Schulhof herum.
Auf direkten Weg zum Lehrerzimmer überlegte ich mir, was ich sagen sollte.
„ Ich wurde überfallen.“, lachend blickte ich zu Boden.
Quatsch, das ging auf keinen Fall.
Ich bemerkte nicht, dass Jan mir gegenüberstand.
Als ich aufblickte, schaute ich direkt in sein Gesicht. Er sah sehr mitgenommen aus.
Ich bekam kein Wort raus, obwohl ich so gerne etwas gesagt hätte.
Jan blickte mich noch eine Weile an, bevor er sich an mir anrempelnd vorbei drängte.
Ich sah ihn hinterher, wollte ihn aber nicht folgen.
Er presste mich gegen die Wand neben der Tür und wollte mich gerade leidenschaftlich Küssen, aber nahm all meine Kraft zusammen und drückte ihn von mir weg.
Jan sah mich irritiert an, ich aber war stocksauer.
Eigentlich hätte ich gar keinen Grund dazu haben sollen, aber ich war es einfach.
Ich hob meine Hand und schlug zu, traf seine rechte Wange, auf der er nach meinem Ausrutscher beschämt seine Hand legte.
Mit glasigen Augen sah er mich an.
„ Ich .. ich wollte das nicht ..“, fing ich zu stottern an, aber Jan öffnete bereits seine Klassentür.
„ Jan, scheiße, es tut mir leid!“, rief ich mit traurigen Unterton, als er in die Klasse ging.
„ Zu spät.“, er drehte sich bei den Worten zu mir um, schloss dann aber die Tür hinter sich.
Bestürzt ging ich zu meiner Klasse. Aber ich ging nicht hinein. Ich stand nur vor der Tür.
Gedankenverloren stützte ich mich neben der Tür ab.
Warum wollte Jan mich küssen?
Warum jetzt?
Viele Fragen schossen mir durch den Kopf.
Ich war zu aufgewühlt, um jetzt still im Klassenraum zu sitzen.
Ich beschloss, etwas raus zu gehen, frische Luft zu schnappen, damit ich klare Gedanken fassen kann.
Als ich draußen war, rannte ich los. Erstmal vom Schulgelände, dann auf ein naheliegendes Feld, das bereits zu blühen anfing.
Ich kämpfte mich durch die Blüten, zur Mitte.
Dort sank ich zu Boden und schloss meine Augen.
Als ich wieder aufwachte, war bereits schon Mittagspause.
Ein Blick auf meine Uhr und schon brach Panik in mir aus.
An der Schule angekommen, tummelten sich ein paar Schüler auf dem Schulhof herum.
Auf direkten Weg zum Lehrerzimmer überlegte ich mir, was ich sagen sollte.
„ Ich wurde überfallen.“, lachend blickte ich zu Boden.
Quatsch, das ging auf keinen Fall.
Ich bemerkte nicht, dass Jan mir gegenüberstand.
Als ich aufblickte, schaute ich direkt in sein Gesicht. Er sah sehr mitgenommen aus.
Ich bekam kein Wort raus, obwohl ich so gerne etwas gesagt hätte.
Jan blickte mich noch eine Weile an, bevor er sich an mir anrempelnd vorbei drängte.
Ich sah ihn hinterher, wollte ihn aber nicht folgen.
Kapitel 9
Am nächsten Morgen hatte ich verschlafen.
Als ich aufwachte, war es viertel vor acht, das würde echt wahnsinnig knapp werden. Denn um acht Uhr beginnt immer die Schule.
Ich sprang aus dem Bett und rannte eilig ins Bad.
Dort sah ich in den Spiegel und was ich sah, gefiel mir irgendwie nicht.
Meine Haare standen in alle Richtungen ab, meine Müdigkeit stand mir tief um die Augen geschrieben.
‚ Einfach durchkämmen und Zopf machen.’, dachte ich mir und in Sekundenschnelle war dies geschehen.
Dann rannte ich wie bei einem Marathon in die Küche und schmierte mir ein Brötchen für die Schule.
Ich klatschte das Brötchen einfach in eine Brotdose und warf die in meine Schultasche, die im Flur stand.
‚ Volltreffer.’, und weiter ging es zurück ins Zimmer.
Ich musste mich ja noch umziehen.
In Boxershorts und Shirt konnte ich auf keinen Fall zur Schule.
Ich nahm einfach eine blaue Röhrenjeans, dazu ein weißes Top und meine schwarze Jacke.
Unten, im Flur schlüpfte ich in meine Schwarzen Chucks.
Dann ging ich ins Schlafzimmer und weckte Dad, der auch verpennt hatte.
Müde und träge wollte er in die Küche, um sich einen Kaffee zu machen, aber ich riss ihn wortwörtlich nach draußen.
An der Schule angekommen, hatte es wohl bereits schon geklingelt, da keine Menschenseele zu sehen war.
„ Tschüss, bis nachher!“, verabschiedete mich und legte einen Sprint zur Klasse hin.
Doch, gerade als ich ins Gebäude gehen wollte, stand auf der anderen Seite Jan.
Er blickte kurz zu mir, senkte seinen Blick und lief mit großen Abstand zu mir, zu seiner Klasse.
Ich rannte nicht in meine Klasse, sondern hinter ihn her.
Was hatte er nur?
Jan blieb vor seiner Klasse stehen und wollte gerade seine Hand auf die Türklinke legen, da legte ich meine auf die Türklinke und sagte scharf:
„ Vergiss es. Sag mir erst, was du hast.“
„ Nichts.“, meinte er und blickte zu Boden.
„ Das glaube ich dir nicht.“
„ Tja, dann ist es dein Pech.“, er blickte mich wütend an.
„ Was habe ich falsch gemacht?“, ich lies ihn nicht aus den Augen.
„ Denk doch mal nach.“
Ich dachte kurz nach, kam aber so schnell nicht drauf. „ Keine Ahnung.“
„ Dafür bist du wohl auch zu blöd.“, er nahm hart meine Hand von der Klinke weg, lies sie aber nicht los.
„ Ich muss auch los.“, sagte ich genervt und wollte mich losmachen, doch Jan nahm meinen Kopf in seine Hände und presste seine Lippen auf meine.
Als ich aufwachte, war es viertel vor acht, das würde echt wahnsinnig knapp werden. Denn um acht Uhr beginnt immer die Schule.
Ich sprang aus dem Bett und rannte eilig ins Bad.
Dort sah ich in den Spiegel und was ich sah, gefiel mir irgendwie nicht.
Meine Haare standen in alle Richtungen ab, meine Müdigkeit stand mir tief um die Augen geschrieben.
‚ Einfach durchkämmen und Zopf machen.’, dachte ich mir und in Sekundenschnelle war dies geschehen.
Dann rannte ich wie bei einem Marathon in die Küche und schmierte mir ein Brötchen für die Schule.
Ich klatschte das Brötchen einfach in eine Brotdose und warf die in meine Schultasche, die im Flur stand.
‚ Volltreffer.’, und weiter ging es zurück ins Zimmer.
Ich musste mich ja noch umziehen.
In Boxershorts und Shirt konnte ich auf keinen Fall zur Schule.
Ich nahm einfach eine blaue Röhrenjeans, dazu ein weißes Top und meine schwarze Jacke.
Unten, im Flur schlüpfte ich in meine Schwarzen Chucks.
Dann ging ich ins Schlafzimmer und weckte Dad, der auch verpennt hatte.
Müde und träge wollte er in die Küche, um sich einen Kaffee zu machen, aber ich riss ihn wortwörtlich nach draußen.
An der Schule angekommen, hatte es wohl bereits schon geklingelt, da keine Menschenseele zu sehen war.
„ Tschüss, bis nachher!“, verabschiedete mich und legte einen Sprint zur Klasse hin.
Doch, gerade als ich ins Gebäude gehen wollte, stand auf der anderen Seite Jan.
Er blickte kurz zu mir, senkte seinen Blick und lief mit großen Abstand zu mir, zu seiner Klasse.
Ich rannte nicht in meine Klasse, sondern hinter ihn her.
Was hatte er nur?
Jan blieb vor seiner Klasse stehen und wollte gerade seine Hand auf die Türklinke legen, da legte ich meine auf die Türklinke und sagte scharf:
„ Vergiss es. Sag mir erst, was du hast.“
„ Nichts.“, meinte er und blickte zu Boden.
„ Das glaube ich dir nicht.“
„ Tja, dann ist es dein Pech.“, er blickte mich wütend an.
„ Was habe ich falsch gemacht?“, ich lies ihn nicht aus den Augen.
„ Denk doch mal nach.“
Ich dachte kurz nach, kam aber so schnell nicht drauf. „ Keine Ahnung.“
„ Dafür bist du wohl auch zu blöd.“, er nahm hart meine Hand von der Klinke weg, lies sie aber nicht los.
„ Ich muss auch los.“, sagte ich genervt und wollte mich losmachen, doch Jan nahm meinen Kopf in seine Hände und presste seine Lippen auf meine.
Kapitel 8
Aber ich bin halt so, wie ich bin. Ich übersah das, als ich zu ihn ins Wohnzimmer kam.
„ Kommst du mit hoch?“, fragte ich lächelnd und zog ihn freundschaftlich am Ärmel.
„ Nein.“, die Enttäuschung war nicht zu überhören.
„ Was ich los, Jan?“, fragte ich besorgt.
„ Nichts, ich muss nur leider nach Hause.“, sagte er und ging auf den Flur.
Er umarmte mich kurz und gab mir dann einen Briefumschlag.
„ An deinem Vater. Gibst du ihn den?“, sagte er und war auch schon aus der Haustür verschwunden.
Ich sah ihn zu, wie er den Roller anmachte und in einem schnellen Tempo vom Hof fuhr.
Sein Gesichtsausdruck war wütend und ich konnte mir nicht erahnen, warum.
Als Dad am späten Abend wieder zuhause ankam, öffnete ich ihn die Haustür.
Die frische Frühlingskälte, die rein blies lies mich kurz zittern.
Dankbar lächelte Dad mich an und schloss die Tür.
Er hängte seine Jacke an den Haken und setzte sich an den großen Küchentisch.
Ich setzte mich ebenfalls, aber im Schneidersitz auf den Stuhl gegenüber hin.
„ Wir müssen reden.“, sagte er ernst und sah mir direkt in die Augen.
„ Ich weiß. Worüber denn?“, fragte ich und blickte auf den Tisch.
„ Nichts schlimmes.“, meinte er kurz.
„ Okey. Ach, warte mal.“, ich holte Jan’s Brief vom Flur und überreichte ihn Dad.
„ Danke, ich dachte schon, du gibst ihn mir nie.“, sagte Dad grinsend und öffnete den Briefumschlag und nahm einige Zettel heraus.
„ Wie jetzt?“, ungläubig starrte ich ihn an.
„ Ja, dein Freund Jan hat heute Mittag direkt aus dem Bus angerufen und meinte, du bräuchtest mal dringend Urlaub. Alleine aber. Und er könnte ja günstige Angebote aus dem Internet raussuchen, die auch Betreut werden.“, erklärte er ohne eine Pause zu machen.
„ Ahhh ..“, sagte ich und dankte Jan in den Gedanken.
„ Ja, er war doch heute hier und dir den Brief überreicht, oder wie hat er das angestellt?“, fragte Dad neugierig.
„ Ja, doch. Er war kurz hier.“, log ich gekonnt.
„ Kennt ihr euch schon länger? Du hast nie von einem so hilfsbereitem Freund erzählt, Naty.“, meinte er und sah mich mit großen Augen an.
Oh nein, nicht diese Augen. Die sagen, ich soll auspacken. Alles erzählen.
Aber darauf hatte ich einfach keine Lust.
„ Tut mir leid, Dad. Bin zu müde. Werde ich denn Urlaub machen?“, ich stand auf.
„ Ja, in den Sommerferien. Ich glaube, ich habe das perfekte Ziel schon gefunden ..“, sagte er in Gedanken und schaute kurz auf.
Ich ging ohne ein weiteres Wort ins Bett.
„ Kommst du mit hoch?“, fragte ich lächelnd und zog ihn freundschaftlich am Ärmel.
„ Nein.“, die Enttäuschung war nicht zu überhören.
„ Was ich los, Jan?“, fragte ich besorgt.
„ Nichts, ich muss nur leider nach Hause.“, sagte er und ging auf den Flur.
Er umarmte mich kurz und gab mir dann einen Briefumschlag.
„ An deinem Vater. Gibst du ihn den?“, sagte er und war auch schon aus der Haustür verschwunden.
Ich sah ihn zu, wie er den Roller anmachte und in einem schnellen Tempo vom Hof fuhr.
Sein Gesichtsausdruck war wütend und ich konnte mir nicht erahnen, warum.
Als Dad am späten Abend wieder zuhause ankam, öffnete ich ihn die Haustür.
Die frische Frühlingskälte, die rein blies lies mich kurz zittern.
Dankbar lächelte Dad mich an und schloss die Tür.
Er hängte seine Jacke an den Haken und setzte sich an den großen Küchentisch.
Ich setzte mich ebenfalls, aber im Schneidersitz auf den Stuhl gegenüber hin.
„ Wir müssen reden.“, sagte er ernst und sah mir direkt in die Augen.
„ Ich weiß. Worüber denn?“, fragte ich und blickte auf den Tisch.
„ Nichts schlimmes.“, meinte er kurz.
„ Okey. Ach, warte mal.“, ich holte Jan’s Brief vom Flur und überreichte ihn Dad.
„ Danke, ich dachte schon, du gibst ihn mir nie.“, sagte Dad grinsend und öffnete den Briefumschlag und nahm einige Zettel heraus.
„ Wie jetzt?“, ungläubig starrte ich ihn an.
„ Ja, dein Freund Jan hat heute Mittag direkt aus dem Bus angerufen und meinte, du bräuchtest mal dringend Urlaub. Alleine aber. Und er könnte ja günstige Angebote aus dem Internet raussuchen, die auch Betreut werden.“, erklärte er ohne eine Pause zu machen.
„ Ahhh ..“, sagte ich und dankte Jan in den Gedanken.
„ Ja, er war doch heute hier und dir den Brief überreicht, oder wie hat er das angestellt?“, fragte Dad neugierig.
„ Ja, doch. Er war kurz hier.“, log ich gekonnt.
„ Kennt ihr euch schon länger? Du hast nie von einem so hilfsbereitem Freund erzählt, Naty.“, meinte er und sah mich mit großen Augen an.
Oh nein, nicht diese Augen. Die sagen, ich soll auspacken. Alles erzählen.
Aber darauf hatte ich einfach keine Lust.
„ Tut mir leid, Dad. Bin zu müde. Werde ich denn Urlaub machen?“, ich stand auf.
„ Ja, in den Sommerferien. Ich glaube, ich habe das perfekte Ziel schon gefunden ..“, sagte er in Gedanken und schaute kurz auf.
Ich ging ohne ein weiteres Wort ins Bett.
Kapitel 7
Doch dies schien Jan nicht zu stören.
Er zog mich in die Mitte des Raumes, wo viel Platz drum herum war.
Dann legte er seinen anderen Arm um mich, meine Hand hatte er nicht losgelassen.
Wie von selbst fingen wir an, miteinander zu tanzen.
Meine Füße fühlten sich schwer wie Beton an, die Schritte absolvierte ich dennoch.
Ich wollte gerade stehen bleiben, da hob Jan mich hoch und stellte mich langsam wieder ab. Da ich wusste, dass ich Jan jetzt auch nicht widersprechen konnte, wie heute Mittag, tanzte ich weiter.
Zu Wort kommen lies er mich auch nicht. Ich wollte gerade etwas sagen, da legte er seinen Zeigefinger auf meine Lippen.
Es war magisch.
Kein Wort von ihn, er tanzte einfach.
Ich lies mich von seinen Bewegungen leiten und genoss es sogar.
Noch nie habe ich mit jemanden getanzt, als wie mir Jan. So ernst.
‚ Eigentlich kann ich gar nicht tanzen ..’, dachte ich mir gerade, da schüttelte Jan den Kopf und lächelte charmant.
Als der letzte Ton des Klaviers verklungen war, blieb Jan auch endlich stehen.
Ich wusste nicht, was ich daraufhin sagen oder tun sollte, also hielt ich meinen Mund und blieb hinter Jan stehen.
Ich lies die letzten 3 Minuten mir noch einmal durch die Gedanken laufen, bis Jan sich auf einmal umdrehte.
Warum war er so merkwürdig drauf? ‚ Komisch ..’, dachte ich, als auf einmal blitzschnell ein Licht aufging. Ich schüttelte leicht den Kopf, Jan bemerkte es gar nicht. ‚ Das kann doch nicht wahr sein, du spinnst, Naty!’, sagte ich wütend in Gedanken versunken.
Während ich mich mit mir selbst stritt, merkte ich nicht, dass Jan’s Augen zu strahlen anfingen und er einen großen Schritt zu mir machte, sodass wir ein paar Millimeter voneinander entfernt standen.
Doch dann riss es mich aus den Gedanken, als die Haustür aufging.
Ich sah nach vorne und merkte, wie nah Jan mir war.
Vorsichtig schubste ich ihn zur Seite, um nach zu schauen, wer gekommen war.
Es war Chris, der den Roller auf unseren Hof natürlich bemerkt hatte und nachfragen musste.
„ Ist hier noch jemand?“, fragte Chris, während er sich zur Küche bewegte.
„ Ja.“, sagte ich etwas kleinlaut und wollte gerade wieder ins Wohnzimmer gehen, als Chris nachhakte.
„ Wer?“
„ Ein Schulfreund, mehr nicht. Müssen zusammen lernen.“, sagte ich knapp und verschwand. Unser Wortwechsel war nicht zu überhören. Und mein genervter Gesichtsausdruck konnte man nicht übersehen.
Und wie das strahlen aus Jan’s Augen verschwand, das auch nicht.
Er zog mich in die Mitte des Raumes, wo viel Platz drum herum war.
Dann legte er seinen anderen Arm um mich, meine Hand hatte er nicht losgelassen.
Wie von selbst fingen wir an, miteinander zu tanzen.
Meine Füße fühlten sich schwer wie Beton an, die Schritte absolvierte ich dennoch.
Ich wollte gerade stehen bleiben, da hob Jan mich hoch und stellte mich langsam wieder ab. Da ich wusste, dass ich Jan jetzt auch nicht widersprechen konnte, wie heute Mittag, tanzte ich weiter.
Zu Wort kommen lies er mich auch nicht. Ich wollte gerade etwas sagen, da legte er seinen Zeigefinger auf meine Lippen.
Es war magisch.
Kein Wort von ihn, er tanzte einfach.
Ich lies mich von seinen Bewegungen leiten und genoss es sogar.
Noch nie habe ich mit jemanden getanzt, als wie mir Jan. So ernst.
‚ Eigentlich kann ich gar nicht tanzen ..’, dachte ich mir gerade, da schüttelte Jan den Kopf und lächelte charmant.
Als der letzte Ton des Klaviers verklungen war, blieb Jan auch endlich stehen.
Ich wusste nicht, was ich daraufhin sagen oder tun sollte, also hielt ich meinen Mund und blieb hinter Jan stehen.
Ich lies die letzten 3 Minuten mir noch einmal durch die Gedanken laufen, bis Jan sich auf einmal umdrehte.
Warum war er so merkwürdig drauf? ‚ Komisch ..’, dachte ich, als auf einmal blitzschnell ein Licht aufging. Ich schüttelte leicht den Kopf, Jan bemerkte es gar nicht. ‚ Das kann doch nicht wahr sein, du spinnst, Naty!’, sagte ich wütend in Gedanken versunken.
Während ich mich mit mir selbst stritt, merkte ich nicht, dass Jan’s Augen zu strahlen anfingen und er einen großen Schritt zu mir machte, sodass wir ein paar Millimeter voneinander entfernt standen.
Doch dann riss es mich aus den Gedanken, als die Haustür aufging.
Ich sah nach vorne und merkte, wie nah Jan mir war.
Vorsichtig schubste ich ihn zur Seite, um nach zu schauen, wer gekommen war.
Es war Chris, der den Roller auf unseren Hof natürlich bemerkt hatte und nachfragen musste.
„ Ist hier noch jemand?“, fragte Chris, während er sich zur Küche bewegte.
„ Ja.“, sagte ich etwas kleinlaut und wollte gerade wieder ins Wohnzimmer gehen, als Chris nachhakte.
„ Wer?“
„ Ein Schulfreund, mehr nicht. Müssen zusammen lernen.“, sagte ich knapp und verschwand. Unser Wortwechsel war nicht zu überhören. Und mein genervter Gesichtsausdruck konnte man nicht übersehen.
Und wie das strahlen aus Jan’s Augen verschwand, das auch nicht.
Kapitel 6
Erschrocken drehte ich mich um.
Es war Jan.
Sichtlich amüsiert grinste er mich an.
„ Hast du mir eine Angst eingejagt!“, schrie ich ihn zu, aber gegen den Bass, der aus den Boxen dröhnte, hatte ich keine Chance.
Jan legte seine eine Hand ans Ohr, um zu signalisieren, dass er mich nicht verstanden hatte.
Ich ging zu der Anlage und drehte die Lautstärke sichtlich runter, bis kaum etwas von der Musik zu hören war.
„ Du hast mir Angst eingejagt, Jan.“, lachte ich und setzte mich mit ihn auf das Sofa.
Erst jetzt bemerkte ich, dass Jan in meinem Wohnzimmer, neben mir auf dem Sofa saß. „ Wie hast du hergefunden?“, fragte ich verwirrt.
„ Mit meinem Roller.“, meinte Jan und sah sich sichtlich interessiert um.
„ Oh, tschuldigung. Soll ich dir mein Haus zeigen?“, fragte ich und hielt ihn meine Hand hin.
Jan ergriff sie und als er auf festen Füßen stand, zog er mich an sich ran und umarmte mich.
Ich spürte seine warmen Hände und seinen angenehm kühlen Atem, der mir leicht durch die Haare fuhr.
Mir wurde die Situation unangenehm, also legte ich meine Hände an seinem Bauch und drückte ihn sanft von mir weg.
Dann hakte ich mich bei Jan ein und führte ihn durch mein Haus.
Jan war noch nie zu besuch bei mir.
Die meiste Zeit trafen wir uns außerhalb der Schule an Orten, die wir in der Stadt ausmachten, oder auch manchmal bei ihn zuhause.
Aber noch nie, wirklich nie, war er bei mir.
Ich habe ihn schon immer gesagt, dass es mir unangenehm sei und er nickte verständnisvoll.
Doch nun war er doch hergefahren.
Nachdem ich ihn alles gezeigt hatte, nahm Jan meine Hand und zog mich zurück in das Wohnzimmer.
Er ging zu der Anlage und drehte etwas leiser.
Verdutzt hielt er sein Ohr an eine Box und sah mich verwundert an.
„ Andere Richtung.“, lächelte ich und Jan drehte in die andere Richtung.
„ Wo schaltet man ein anderes Lied an?“, fragte er wie ausgewechselt.
Er klang so liebevoll, nicht so freundschaftlich wie sonst immer.
Ich zeigte ihn wo und er schaltete viele Lieder weiter, bis er bei einem lauschte, wo der Anfang von einem Klavier begleitet wurde.
Wie ein Gewinner im Lotto lächelte er und drehte sich zu mir um.
Ich habe alles nur verwundert beobachtet und sah ihn nun verwirrt an.
Jan lies sich davon nicht abbringen und ging langsam, mit großen, ruhigen Schritten auf mich zu.
Er ergrifft meine Hand, die sich meiner Meinung nach, schwitzig anfühlte.
Es war Jan.
Sichtlich amüsiert grinste er mich an.
„ Hast du mir eine Angst eingejagt!“, schrie ich ihn zu, aber gegen den Bass, der aus den Boxen dröhnte, hatte ich keine Chance.
Jan legte seine eine Hand ans Ohr, um zu signalisieren, dass er mich nicht verstanden hatte.
Ich ging zu der Anlage und drehte die Lautstärke sichtlich runter, bis kaum etwas von der Musik zu hören war.
„ Du hast mir Angst eingejagt, Jan.“, lachte ich und setzte mich mit ihn auf das Sofa.
Erst jetzt bemerkte ich, dass Jan in meinem Wohnzimmer, neben mir auf dem Sofa saß. „ Wie hast du hergefunden?“, fragte ich verwirrt.
„ Mit meinem Roller.“, meinte Jan und sah sich sichtlich interessiert um.
„ Oh, tschuldigung. Soll ich dir mein Haus zeigen?“, fragte ich und hielt ihn meine Hand hin.
Jan ergriff sie und als er auf festen Füßen stand, zog er mich an sich ran und umarmte mich.
Ich spürte seine warmen Hände und seinen angenehm kühlen Atem, der mir leicht durch die Haare fuhr.
Mir wurde die Situation unangenehm, also legte ich meine Hände an seinem Bauch und drückte ihn sanft von mir weg.
Dann hakte ich mich bei Jan ein und führte ihn durch mein Haus.
Jan war noch nie zu besuch bei mir.
Die meiste Zeit trafen wir uns außerhalb der Schule an Orten, die wir in der Stadt ausmachten, oder auch manchmal bei ihn zuhause.
Aber noch nie, wirklich nie, war er bei mir.
Ich habe ihn schon immer gesagt, dass es mir unangenehm sei und er nickte verständnisvoll.
Doch nun war er doch hergefahren.
Nachdem ich ihn alles gezeigt hatte, nahm Jan meine Hand und zog mich zurück in das Wohnzimmer.
Er ging zu der Anlage und drehte etwas leiser.
Verdutzt hielt er sein Ohr an eine Box und sah mich verwundert an.
„ Andere Richtung.“, lächelte ich und Jan drehte in die andere Richtung.
„ Wo schaltet man ein anderes Lied an?“, fragte er wie ausgewechselt.
Er klang so liebevoll, nicht so freundschaftlich wie sonst immer.
Ich zeigte ihn wo und er schaltete viele Lieder weiter, bis er bei einem lauschte, wo der Anfang von einem Klavier begleitet wurde.
Wie ein Gewinner im Lotto lächelte er und drehte sich zu mir um.
Ich habe alles nur verwundert beobachtet und sah ihn nun verwirrt an.
Jan lies sich davon nicht abbringen und ging langsam, mit großen, ruhigen Schritten auf mich zu.
Er ergrifft meine Hand, die sich meiner Meinung nach, schwitzig anfühlte.
Kapitel 5
Dad hatte bereits schon gekocht und hatte wie immer einen kleinen Zettel mit ein paar Worten an mich und meinen Bruder neben den Töpfen hingelegt.
Habe wie gesagt Spaghettis gemacht, lasst es euch schmecken.
Naty, bitte mach deine Hausaufgaben und bleib nicht zu lange aus. Muss nachher noch mit dir reden!
Dad
Ich öffnete den Topf und hebelte mir mit einer Gabel ein paar Spaghettis auf den Teller, der schon auf der Küchenplatte stand.
‚ Was habe ich denn jetzt schon wieder angestellt?’, fragte ich mich in ruhe und dachte genau nach, was ich in den letzten Tage so schlimmes getan hätte.
Ich kam einfach nicht drauf.
Meine beste Freundin Rebekka war ja schon frühzeitig mit ihrer Familie in den Urlaub nach Norwegen gefahren.
Hatte sie ein Glück.
Sie fuhr fort, nach Norwegen. Wie jedes Jahr.
Ich war bisher nur einmal in den Herbstferien in Paris gewesen und einmal mit Anika, ein Mädchen aus meiner Klasse, war ich im Sommer vor 1 Jahr in Ungarn.
Beides war nicht so der Brenner.
Nachdem ich aufgegessen hatte und mich entschieden habe, nicht die Hausaufgaben zu machen, zog ich mir meine Jogginghose und ein älteres, lange T-Shirt an.
Dann machte ich es mir im Wohnzimmer auf dem Boden bequem und machte die große Musikanlage an.
Ich wollte einfach nur daliegen und den Bass in meinen Ohren haben.
Da auf dem Land der nächste Nachbar eh etwas weiter weg wohnte, konnte ich die Musik so laut wie ich wollte, drehen.
Ich drehte ein kleines Stück weiter, höher.
Der Bass dröhnte in meinen Ohren, aber mir machte es nichts aus. Es tat gut.
Ich robbte noch einmal zur Anlage, um die Lautstärke anzukurbeln.
Nachdem ich genug gelegen hatte, stand ich auf und schaute mich erstmal gründlich um.
Anscheinend war mein Bruder Chris immer noch weg, dabei war seine Schule auch schon längst aus.
Mir war es egal, da er dann zum Glück mein peinliches rumgehopse nicht mitbekam.
Ich tanzte quer durchs Wohnzimmer, hüpfte wie eine Irre auf und ab.
Es war so ein wahnsinniges Gefühl. Doch das endete schnell, indem ich merkte, dass jemand hinter mir, angelehnt am Sofa stand.
Habe wie gesagt Spaghettis gemacht, lasst es euch schmecken.
Naty, bitte mach deine Hausaufgaben und bleib nicht zu lange aus. Muss nachher noch mit dir reden!
Dad
Ich öffnete den Topf und hebelte mir mit einer Gabel ein paar Spaghettis auf den Teller, der schon auf der Küchenplatte stand.
‚ Was habe ich denn jetzt schon wieder angestellt?’, fragte ich mich in ruhe und dachte genau nach, was ich in den letzten Tage so schlimmes getan hätte.
Ich kam einfach nicht drauf.
Meine beste Freundin Rebekka war ja schon frühzeitig mit ihrer Familie in den Urlaub nach Norwegen gefahren.
Hatte sie ein Glück.
Sie fuhr fort, nach Norwegen. Wie jedes Jahr.
Ich war bisher nur einmal in den Herbstferien in Paris gewesen und einmal mit Anika, ein Mädchen aus meiner Klasse, war ich im Sommer vor 1 Jahr in Ungarn.
Beides war nicht so der Brenner.
Nachdem ich aufgegessen hatte und mich entschieden habe, nicht die Hausaufgaben zu machen, zog ich mir meine Jogginghose und ein älteres, lange T-Shirt an.
Dann machte ich es mir im Wohnzimmer auf dem Boden bequem und machte die große Musikanlage an.
Ich wollte einfach nur daliegen und den Bass in meinen Ohren haben.
Da auf dem Land der nächste Nachbar eh etwas weiter weg wohnte, konnte ich die Musik so laut wie ich wollte, drehen.
Ich drehte ein kleines Stück weiter, höher.
Der Bass dröhnte in meinen Ohren, aber mir machte es nichts aus. Es tat gut.
Ich robbte noch einmal zur Anlage, um die Lautstärke anzukurbeln.
Nachdem ich genug gelegen hatte, stand ich auf und schaute mich erstmal gründlich um.
Anscheinend war mein Bruder Chris immer noch weg, dabei war seine Schule auch schon längst aus.
Mir war es egal, da er dann zum Glück mein peinliches rumgehopse nicht mitbekam.
Ich tanzte quer durchs Wohnzimmer, hüpfte wie eine Irre auf und ab.
Es war so ein wahnsinniges Gefühl. Doch das endete schnell, indem ich merkte, dass jemand hinter mir, angelehnt am Sofa stand.
Kapitel 4
„ Ich lasse erst los, wenn du dich abregst und mir mal gut zuhörst!“, verlangte er mit einer ruhigen Stimmlage.
„ Gut, wenn es sein muss.“
„ Ja, muss es.“, er ließ los und ich sah ihn fragend an.
Er ging einen Schritt auf mich zu und legte seine Arme um meine Hüfte.
Seine Augen hatten nicht mehr so einen harten Ausdruck, sondern sie sahen weich und verständnisvoll aus.
Da schossen mir Tränen in die Augen, ich weiß auch nicht, warum.
Es passierte einfach.
Jan sah mich mitfühlend an und drückte mich ganz fest an sich.
Eine Weile standen wir dann so da.
Bis jemand „ Jan, dein Bus ist da!“ rief und Jan seine Arme lockerer ließ.
Er streichte mir mit seiner einen Hand liebevoll über die Haare, mit der anderen hielt er seine Umhängetasche fest, damit sie gleich beim Laufen wohl nicht runterfallen würde.
„ Keine Sorge, ich habe schon eine Idee, um dich zum strahlen zu bringen.“, flüsterte er und gab mir einen Abschiedskuss auf die Wange.
Lächelnd sah ich ihn hinterher, wie er zum Bus rannte, noch einmal hersah, winkte und dann endlich einstieg.
Mein Bus kam immer als letztes.
Kein Wunder, bei so einem Landeibus. Er war klein, kein Linienbus, wie alle anderen, mein Bus war eher ein Witz im Gegensatz zu den anderen Bussen.
Aber bei so weinigen Menschen, die wie ich, auf dem Land lebten, ist es auch normal, dass die vom Busunternehmen keinen Linienbus, der dann eh halb leer sein würde, durch die staubigen Landstraßen schicken würden.
Als ich ausstieg, musste ich immer noch an Jan’s Worte denken, die er zum Abschied gesagt hatte.
Was für eine Idee er wohl hatte?
‚ Tja, dass wirst du wohl erst morgen erfahren, meine liebe.’, dachte ich mir und machte mich auf den Weg nach Hause.
Kurz vor meinem Haus kam mir schon meine Katze Molly entgegen.
Molly holte mich sozusagen immer von dem Bus ab, sie wusste immer, wann ich nach Hause komme.
Lächelnd hob ich Molly hoch und blickte ihr in ihre kleinen Äuglein.
Noch nie zuvor habe ich eine Katze wie sie geliebt.
Wir hatten schon viele Katzen und Kater vor Molly, aber die sind entweder gestorben, weggelaufen oder wir haben sie weggegeben.
Das war immer ein harter Schlag, aber daran muss man sich wohl gewöhnen, wenn man auf dem Land lebt.
Hier ist so etwas normal, meint mein Dad immer.
Als ich die Haustür öffnete, rannte Molly bereits zur Küche. Ich ging ihr langsam hinterher.
„ Gut, wenn es sein muss.“
„ Ja, muss es.“, er ließ los und ich sah ihn fragend an.
Er ging einen Schritt auf mich zu und legte seine Arme um meine Hüfte.
Seine Augen hatten nicht mehr so einen harten Ausdruck, sondern sie sahen weich und verständnisvoll aus.
Da schossen mir Tränen in die Augen, ich weiß auch nicht, warum.
Es passierte einfach.
Jan sah mich mitfühlend an und drückte mich ganz fest an sich.
Eine Weile standen wir dann so da.
Bis jemand „ Jan, dein Bus ist da!“ rief und Jan seine Arme lockerer ließ.
Er streichte mir mit seiner einen Hand liebevoll über die Haare, mit der anderen hielt er seine Umhängetasche fest, damit sie gleich beim Laufen wohl nicht runterfallen würde.
„ Keine Sorge, ich habe schon eine Idee, um dich zum strahlen zu bringen.“, flüsterte er und gab mir einen Abschiedskuss auf die Wange.
Lächelnd sah ich ihn hinterher, wie er zum Bus rannte, noch einmal hersah, winkte und dann endlich einstieg.
Mein Bus kam immer als letztes.
Kein Wunder, bei so einem Landeibus. Er war klein, kein Linienbus, wie alle anderen, mein Bus war eher ein Witz im Gegensatz zu den anderen Bussen.
Aber bei so weinigen Menschen, die wie ich, auf dem Land lebten, ist es auch normal, dass die vom Busunternehmen keinen Linienbus, der dann eh halb leer sein würde, durch die staubigen Landstraßen schicken würden.
Als ich ausstieg, musste ich immer noch an Jan’s Worte denken, die er zum Abschied gesagt hatte.
Was für eine Idee er wohl hatte?
‚ Tja, dass wirst du wohl erst morgen erfahren, meine liebe.’, dachte ich mir und machte mich auf den Weg nach Hause.
Kurz vor meinem Haus kam mir schon meine Katze Molly entgegen.
Molly holte mich sozusagen immer von dem Bus ab, sie wusste immer, wann ich nach Hause komme.
Lächelnd hob ich Molly hoch und blickte ihr in ihre kleinen Äuglein.
Noch nie zuvor habe ich eine Katze wie sie geliebt.
Wir hatten schon viele Katzen und Kater vor Molly, aber die sind entweder gestorben, weggelaufen oder wir haben sie weggegeben.
Das war immer ein harter Schlag, aber daran muss man sich wohl gewöhnen, wenn man auf dem Land lebt.
Hier ist so etwas normal, meint mein Dad immer.
Als ich die Haustür öffnete, rannte Molly bereits zur Küche. Ich ging ihr langsam hinterher.
Samstag, 30. Juli 2011
Kapitel 3
‚ Bloß nicht!’, ich wollte gerade auf einen Lehrer zusteuern, als Schutz, doch da spürte ich die Hand der Person auf meiner Schulter.
Ich wagte es, einen kurzen Blick nach hinten zu werfen und erkannte die Blaue Jacke, die mir sehr vertraut war.
Und tatsächlich. Sie gehörte Jan, meinem besten Freund.
Jan war ein Jahrgang höher als ich, doch das machte ihn nichts aus.
Als ich damals in der 7. Klasse war und er in der 8. Klasse, haben wir uns kennengelernt.
Damals waren die Jungs der 8. Klasse auf dem Fußballplatz am rumkicken und ich wollte unbedingt mitmachen, doch sie wollten mich als Mädchen nicht. Da habe ich mir einfach das andere Tor geschnappt und den Jungs gezeigt, was ich so schon drauf hatte.
Jan war sofort Feuer und Flamme.
„ Warum rennst du vor mir weg?“, fragte er mich vorwurfsvoll.
Ich war noch etwas durch den Wind, der mich echt beängstigt hatte.
„ Ähm .. Ich weiß auch nicht ..“, sagte ich zaghaft. Jan sah mich ernst an.
„ Alles okey?“, fragte er Misstrauisch.
Er kannte mich einfach zu gut. Er wusste, wenn etwas nicht stimmte.
„ Hatte einfach einen anstrengenden Tag hinter mir. Du kennst du die Idioten aus meiner Klasse. Ich dachte, du wärst einer von denen.“, erklärte ich ihn, während wir dem Busbahnhof immer näher kamen.
„ Achso, aber keine Angst. Ich werde dich nicht umbringen oder so was in der Art ..“, meinte Jan grinsend.
„ Was?“, ungläubig sah ich ihn an.
„ Mensch, das war doch nur Spaß! Ich brauche dich außerdem noch. Als beste Freundin.“, beschwichtigte er mich und legte einen Arm um meine Schultern.
Arm in Arm stellten wir uns etwas abseits von den anderen Schülern an einer Laterne.
„ Du brauchst echt mal eine Auszeit, Naty.“, meinte Jan und sah ernst aus.
„ Kann sein ..“, meinte ich ablehnend.
„ Wirklich.“, konterte er, ohne seine ernsthaften Gesichtszüge zu verlieren.
„ Und was soll ich deiner Meinung nach tun? Einen Monat Schule schwänzen?“, genervt schob ich seinen Arm weg und ging im Kreis vor ihn.
Jan lies sich davon aber nicht abbringen, seine Meinung durch zu setzen.
„ Wenn das eine Auszeit für dich wäre und du dich dadurch entspannen würdest, dann kannst du das von mir aus ruhig machen“, eiskalt blickte er mir in die Augen und ich blieb direkt gegenüber von ihn stehen.
„ Danke, du bist echt eine tolle Hilfe. Wirst etwas in den Raum und lässt mich dann damit eiskalt alleine stehen. Vielen dank.“, wütend drehte ich mich um und wollte gehen, doch er hielt mich am Arm fest.
„ Lass los!“, ich versuchte, sein Handgelenk los zu machen, doch es klappte nicht.
Ich wagte es, einen kurzen Blick nach hinten zu werfen und erkannte die Blaue Jacke, die mir sehr vertraut war.
Und tatsächlich. Sie gehörte Jan, meinem besten Freund.
Jan war ein Jahrgang höher als ich, doch das machte ihn nichts aus.
Als ich damals in der 7. Klasse war und er in der 8. Klasse, haben wir uns kennengelernt.
Damals waren die Jungs der 8. Klasse auf dem Fußballplatz am rumkicken und ich wollte unbedingt mitmachen, doch sie wollten mich als Mädchen nicht. Da habe ich mir einfach das andere Tor geschnappt und den Jungs gezeigt, was ich so schon drauf hatte.
Jan war sofort Feuer und Flamme.
„ Warum rennst du vor mir weg?“, fragte er mich vorwurfsvoll.
Ich war noch etwas durch den Wind, der mich echt beängstigt hatte.
„ Ähm .. Ich weiß auch nicht ..“, sagte ich zaghaft. Jan sah mich ernst an.
„ Alles okey?“, fragte er Misstrauisch.
Er kannte mich einfach zu gut. Er wusste, wenn etwas nicht stimmte.
„ Hatte einfach einen anstrengenden Tag hinter mir. Du kennst du die Idioten aus meiner Klasse. Ich dachte, du wärst einer von denen.“, erklärte ich ihn, während wir dem Busbahnhof immer näher kamen.
„ Achso, aber keine Angst. Ich werde dich nicht umbringen oder so was in der Art ..“, meinte Jan grinsend.
„ Was?“, ungläubig sah ich ihn an.
„ Mensch, das war doch nur Spaß! Ich brauche dich außerdem noch. Als beste Freundin.“, beschwichtigte er mich und legte einen Arm um meine Schultern.
Arm in Arm stellten wir uns etwas abseits von den anderen Schülern an einer Laterne.
„ Du brauchst echt mal eine Auszeit, Naty.“, meinte Jan und sah ernst aus.
„ Kann sein ..“, meinte ich ablehnend.
„ Wirklich.“, konterte er, ohne seine ernsthaften Gesichtszüge zu verlieren.
„ Und was soll ich deiner Meinung nach tun? Einen Monat Schule schwänzen?“, genervt schob ich seinen Arm weg und ging im Kreis vor ihn.
Jan lies sich davon aber nicht abbringen, seine Meinung durch zu setzen.
„ Wenn das eine Auszeit für dich wäre und du dich dadurch entspannen würdest, dann kannst du das von mir aus ruhig machen“, eiskalt blickte er mir in die Augen und ich blieb direkt gegenüber von ihn stehen.
„ Danke, du bist echt eine tolle Hilfe. Wirst etwas in den Raum und lässt mich dann damit eiskalt alleine stehen. Vielen dank.“, wütend drehte ich mich um und wollte gehen, doch er hielt mich am Arm fest.
„ Lass los!“, ich versuchte, sein Handgelenk los zu machen, doch es klappte nicht.
Kapitel 2
Auf dem Weg zur Klasse lies ich mir wie immer eine menge Zeit.
Ich war nicht so heiß darauf, die Trottel in meiner Klasse zu sehen.
Eigentlich war ich denen eh egal.
Sie nahmen mich kaum wahr und ich sie auch nicht wirklich.
Nur manchmal bekam ich mehr Aufmerksamkeit, als ich bräuchte.
Meine Klasse war schon immer so ein Mix auf hinterhältigen Schlangen, Aufgetusste Modepüppchen, Tratschtanten, Egoistischen Prolls und diejenigen, die sich zurück hielten oder einfach dem Anschein „Normal“ waren.
Umso mehr freute ich mich, dass bald die Sommerferien waren.
Als ich in die Klasse ging, zogen sich alle Blicke auf mich.
Als wäre ich ein Prominenter Superstar oder so. Nervig ..
Natürlich konnten sich Leandra und der Gaul deren arroganten Blicke und hämischen Lächeln nicht verkneifen, aber was soll’s.
Der Gaul ist kein Pferd, das ist einfach ein Mädchen.
Ihr Name ähnelte nur einem Gaul. Meine sogenannte Lieblingsfeindin, seid der Grundschule.
Schon damals haben wir uns nicht sonderlich gemocht.
Aber ich mag Menschen generell nicht sonderlich. Die fühlen sich alle so toll.
Was sie meistens dann aber nicht sind.
Nur checken sie es nie, wie lächerlich ihr Verhalten ist.
Ohne ein Wort setzte ich mich auf meinen Platz und kramte in meiner Tasche herum nach etwas, das ich immer bei mir hatte.
Fast immer.
Es ist ein Büchlein, das aus vielen Teilen besteht.
Es ist zum Teil ein Songbuch, wo ich mir immer Zeilen notiere, die mir im Kopf herumschwirren. Dann besteht das Buch aus fiesen Sprüchen, die an verschiedene Menschen gerichtet sind. Es stehen auch meine Gedanken drin, oder meine Gefühle. Es stehen kleine oder auch große Gedichte drin.
Es steht so gut wie alles da drin, aber das, was mich an diesem Büchlein stolz macht ist, dass alles selbst geschrieben ist.
Die Songtexte oder Gedichte, die mir besonders gut gefallen, die notiere ich mir dann meistens in meinen richtigen Songbuch oder halt in dem Gedichtealbum.
Kreativ bin ich auf jeden Fall. Das ist aber auch momentan das einzigste, was mir an mich selbst gefällt.
Der Tag in der Schule verging schneller, als ich gedacht hatte.
Erleichtert donnerte ich meine Schulbücher in den Spind, als es zum Schulschluss klingelte.
Gemütlich schlenderte ich zum Busbahnhof und bemerkte, wie jemand zu mir aufholen wollte. Da ich dachte, jetzt käme wieder ein fieser Spruch ging ich schneller, doch ich war leider zu langsam, denn die Person holte schnell auf.
Ich war nicht so heiß darauf, die Trottel in meiner Klasse zu sehen.
Eigentlich war ich denen eh egal.
Sie nahmen mich kaum wahr und ich sie auch nicht wirklich.
Nur manchmal bekam ich mehr Aufmerksamkeit, als ich bräuchte.
Meine Klasse war schon immer so ein Mix auf hinterhältigen Schlangen, Aufgetusste Modepüppchen, Tratschtanten, Egoistischen Prolls und diejenigen, die sich zurück hielten oder einfach dem Anschein „Normal“ waren.
Umso mehr freute ich mich, dass bald die Sommerferien waren.
Als ich in die Klasse ging, zogen sich alle Blicke auf mich.
Als wäre ich ein Prominenter Superstar oder so. Nervig ..
Natürlich konnten sich Leandra und der Gaul deren arroganten Blicke und hämischen Lächeln nicht verkneifen, aber was soll’s.
Der Gaul ist kein Pferd, das ist einfach ein Mädchen.
Ihr Name ähnelte nur einem Gaul. Meine sogenannte Lieblingsfeindin, seid der Grundschule.
Schon damals haben wir uns nicht sonderlich gemocht.
Aber ich mag Menschen generell nicht sonderlich. Die fühlen sich alle so toll.
Was sie meistens dann aber nicht sind.
Nur checken sie es nie, wie lächerlich ihr Verhalten ist.
Ohne ein Wort setzte ich mich auf meinen Platz und kramte in meiner Tasche herum nach etwas, das ich immer bei mir hatte.
Fast immer.
Es ist ein Büchlein, das aus vielen Teilen besteht.
Es ist zum Teil ein Songbuch, wo ich mir immer Zeilen notiere, die mir im Kopf herumschwirren. Dann besteht das Buch aus fiesen Sprüchen, die an verschiedene Menschen gerichtet sind. Es stehen auch meine Gedanken drin, oder meine Gefühle. Es stehen kleine oder auch große Gedichte drin.
Es steht so gut wie alles da drin, aber das, was mich an diesem Büchlein stolz macht ist, dass alles selbst geschrieben ist.
Die Songtexte oder Gedichte, die mir besonders gut gefallen, die notiere ich mir dann meistens in meinen richtigen Songbuch oder halt in dem Gedichtealbum.
Kreativ bin ich auf jeden Fall. Das ist aber auch momentan das einzigste, was mir an mich selbst gefällt.
Der Tag in der Schule verging schneller, als ich gedacht hatte.
Erleichtert donnerte ich meine Schulbücher in den Spind, als es zum Schulschluss klingelte.
Gemütlich schlenderte ich zum Busbahnhof und bemerkte, wie jemand zu mir aufholen wollte. Da ich dachte, jetzt käme wieder ein fieser Spruch ging ich schneller, doch ich war leider zu langsam, denn die Person holte schnell auf.
Kapitel 1
Der Regen klatschte gegen das große Dachfenster.
‚Piep!’, ‚Piep!’, ‚Piep!’ – Der Wecker fing lauthals an, zu nerven.
Wie jeden Morgen.
Ich drehte mich genervt auf den Rücken und drückte ein Kopfkissen auf mein Gesicht.
‚Hört dieser Wahnsinn auch irgendwann mal auf?’, dachte ich noch total schläfrig und setzte mich mühevoll auf.
Nachdem ich den Wecker ausgestellt hatte, stieg ich in meine Hausschuhe, die sich sichtlich kühl anfühlten.
In der Küche saß schon mein Vater.
Er war bereits hellwach und fing an, mich zu zutexten.
Das konnte ich gar nicht leiden. Überhaupt nicht.
Da ich jeden Morgen nach dem aufstehen meine Zeit zum wach werden brauche, nahm ich mir mein Essen mit aufs Zimmer.
‚Endlich ruhe!’, dachte ich gähnend und machte es mir auf meinem Sofa bequem.
Da ich mir mal wieder viel zu viel Zeit zum fertig machen gelassen habe, war ich zu spät und habe meinen Bus verpasst.
Mein Vater brachte mich aber netterweise eh jeden Morgen zur Schule.
Zu der verdammten Schule, die ich schon immer gehasst habe.
Ich gehe hier auf der Gesamtschule seit meiner Einschulung in die 5. Klasse.
Mein Vater wollte damals nicht, dass ich so lange Busfahrten hinter mich bringen muss und da dies hier eh die einzigste Schule in der nahe liegenden Stadt war, hatte ich als 10-Jähriges Kind damals keine andere Wahl gehabt, als „Juhu! Das wird bestimmt toll.“ zu sagen.
Doch damals wusste ich nicht, in was für einer Klasse ich da gelandet bin.
„ Ich wollte nachher vielleicht Spaghettis machen, wenn du magst.“, fing mein Vater wieder mal umständlich ein Gespräch an.
„ Gern.“, sagte ich knapp und beobachtete die Straße vor uns.
„ Gut. Soll ich dich heute Nachmittag wieder abholen?“, fragte Dad und sah kurz zu mir rüber. Mit einem „ Nein, passt schon. Fahre mit dem Bus.“, beantwortete ich kurz seine Frage und versank dann wieder in meine Gedanken auf der Straße.
Diese langweiligen Gespräche während der Autofahrt sind doch eh nur für mein Vater Zeitvertreib, damit er nicht vor dem Lenker einschläft.
Mit einem „ Tschüss, bis nachher dann!“ und einem lockeren Handschlag verabschiedete ich mich von Dad, als wir an der Schule angekommen waren.
Dad rief mir noch etwas hinterher, was ich aber wiedermal absichtlich überhörte.
Bestimmt wollte er nur so etwas sagen, wie immer.
„ Streng dich an.“ Oder vielleicht irgendwie so etwas wie „ Viel Spaß in der Schule.“
‚Piep!’, ‚Piep!’, ‚Piep!’ – Der Wecker fing lauthals an, zu nerven.
Wie jeden Morgen.
Ich drehte mich genervt auf den Rücken und drückte ein Kopfkissen auf mein Gesicht.
‚Hört dieser Wahnsinn auch irgendwann mal auf?’, dachte ich noch total schläfrig und setzte mich mühevoll auf.
Nachdem ich den Wecker ausgestellt hatte, stieg ich in meine Hausschuhe, die sich sichtlich kühl anfühlten.
In der Küche saß schon mein Vater.
Er war bereits hellwach und fing an, mich zu zutexten.
Das konnte ich gar nicht leiden. Überhaupt nicht.
Da ich jeden Morgen nach dem aufstehen meine Zeit zum wach werden brauche, nahm ich mir mein Essen mit aufs Zimmer.
‚Endlich ruhe!’, dachte ich gähnend und machte es mir auf meinem Sofa bequem.
Da ich mir mal wieder viel zu viel Zeit zum fertig machen gelassen habe, war ich zu spät und habe meinen Bus verpasst.
Mein Vater brachte mich aber netterweise eh jeden Morgen zur Schule.
Zu der verdammten Schule, die ich schon immer gehasst habe.
Ich gehe hier auf der Gesamtschule seit meiner Einschulung in die 5. Klasse.
Mein Vater wollte damals nicht, dass ich so lange Busfahrten hinter mich bringen muss und da dies hier eh die einzigste Schule in der nahe liegenden Stadt war, hatte ich als 10-Jähriges Kind damals keine andere Wahl gehabt, als „Juhu! Das wird bestimmt toll.“ zu sagen.
Doch damals wusste ich nicht, in was für einer Klasse ich da gelandet bin.
„ Ich wollte nachher vielleicht Spaghettis machen, wenn du magst.“, fing mein Vater wieder mal umständlich ein Gespräch an.
„ Gern.“, sagte ich knapp und beobachtete die Straße vor uns.
„ Gut. Soll ich dich heute Nachmittag wieder abholen?“, fragte Dad und sah kurz zu mir rüber. Mit einem „ Nein, passt schon. Fahre mit dem Bus.“, beantwortete ich kurz seine Frage und versank dann wieder in meine Gedanken auf der Straße.
Diese langweiligen Gespräche während der Autofahrt sind doch eh nur für mein Vater Zeitvertreib, damit er nicht vor dem Lenker einschläft.
Mit einem „ Tschüss, bis nachher dann!“ und einem lockeren Handschlag verabschiedete ich mich von Dad, als wir an der Schule angekommen waren.
Dad rief mir noch etwas hinterher, was ich aber wiedermal absichtlich überhörte.
Bestimmt wollte er nur so etwas sagen, wie immer.
„ Streng dich an.“ Oder vielleicht irgendwie so etwas wie „ Viel Spaß in der Schule.“
Mein erstes Buch. (:
Hey Leute,
Ich schreibe schon seid ich klein bin, Geschichten oder auch kleinere Bücher so.
Und jetzt meinten alle, sie wollen mal die Geschichte über meine erste große Liebe und bla lesen, aber da ich keine Lust habe, jeden die Story einzeln zu schicken, dachte ich mir, poste ich sie einfach.
Bitte hinterlasst mir eure Meinungen undso, damit ich beim nächsten Mal weiß, ob es so gut war, oder ob ich etwas ändern muss.
Naty (:
Ich schreibe schon seid ich klein bin, Geschichten oder auch kleinere Bücher so.
Und jetzt meinten alle, sie wollen mal die Geschichte über meine erste große Liebe und bla lesen, aber da ich keine Lust habe, jeden die Story einzeln zu schicken, dachte ich mir, poste ich sie einfach.
Bitte hinterlasst mir eure Meinungen undso, damit ich beim nächsten Mal weiß, ob es so gut war, oder ob ich etwas ändern muss.
Naty (:
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