Dies wiederum fand Jan nicht zum lachen. Er blickte mir ernst in die Augen und fragte „ Warum nimmst du unsere Beziehung nicht ernst?“
Ich seufzte und stelle mich auf meine Zehenspitzen, um ihn einen Kuss aufzudrücken. „ Natürlich nehme ich das ernst, nur habe ich heute richtig gute Laune, Schatz!“, sagte ich und strahlte.
Jan lächelte, als er mich so glücklich sah und legte seinen Arm um mich, während wir auf meine Klasse zusteuerten.
„ Übrigens .. Ich fahre in den Sommerferien an die Ostsee.“, meinte er knapp.
„ WAS?“, das Grinsen, das sich in mein Gesicht breit machte, sprach Bände.
„ Ja! Ich fahre mit dir an die Ostsee!“, er grinste ebenfalls, als hätte er im Lotto gewonnen.
„ Das wird echt der beste Urlaub aller Zeiten!“, rief ich überglücklich und kuschelte mich an ihn.
Wie schlimm der Urlaub wurde, wusste ich erst, als ich ihn hinter mir hatte.
Die letzten zwei Schulwochen vergingen wie im Flug und schon packte ich zufrieden meinen Koffer.
„ Hast du alles?“, fragte Dad und schaute vorsichtig durch den Spalt, den meine Zimmertür zu bieten hatte.
„ Ja. Alles gepackt.“, sagte ich und nahm meinen Koffer in die Hand.
Mein Dad lies mich am Hauptbahnhof raus, er umarmte mich länger als ich wollte, aber Abschied nehmen war für ihn wohl noch schwieriger, als für mich.
Am Hauptbahnhof stand bereits eine Gruppe mit Jugendlichen, alle sahen älter aus als ich.
Zum Glück erkannte ich Jan, mitten in dem Gewusel.
Fest schloss er mich in seine Arme.
Während der Zugfahrt lehnte ich meinen Kopf an Jan’s Schulter und blickte aus dem großen Fenster hinaus, wo alles mit der Schnelligkeit verschwamm.
Nach einer sehr langen Fahrt stiegen wir in Lübeck aus, dort wartete bereits schon ein Reisebus auf uns.
Die restliche Fahrt verging schnell und schon standen wir vor unserem Ferienhaus, indem wir die nächsten 3 Wochen leben würden.
Es war nicht sonderlich groß, aber es gehörte uns. Die Jugendlichen durften sich alle von selbst aufteilen, also war doch klar, dass Jan und ich uns ein Ferienhaus gemeinsam suchen würden.
Drinnen war es sehr gemütlich und altmodisch. Mir gefiel es vom ersten Blick an.
Wir mussten uns ein Bett teilen, aber Jan schien damit keine großen Bedenken zu haben.
„ Macht es dir denn was aus?“, er sah zu mir rüber. „ Nein, gar nicht.“, lächelte ich und ignorierte das komische Bauchgefühl dabei voll und ganz.
„ Gut, dann werden wir uns es hier bestimmt richtig bequem machen“, meinte Jan. Ein unwohles Gefühl überkam mich.
„ Genau.“, ich senkte meinen Blick und hoffte, dass es nicht so wäre.
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