Sonntag, 31. Juli 2011

Kapitel 23

Lucas grinste süß und nahm seine Hand von meinem Mund.
„ Weißt du, was ich für eine Angst hatte?“, wütend fauchte ich ihn an.
„ Hey, was habe ich gesagt?“, Lucas hob seine Hand.
„ Ich schreie nicht, ich gaffe dich nur an!“, konterte ich lachend.
Lucas nickte verständnisvoll und beugte sich zu mir rüber.
„ Nun erzähl .. Irgendwas muss doch vorgefallen sein, sonst wärst du ja nicht so schnell unterwegs gewesen.“, er kniff seine Augen zusammen, um meinen Gesichtsausdruck bei dem Straßenlicht erkennen zu können.
„ Ich .. bin vor Jan fort gerannt.“, gab ich zu und musterte seinen Blick, der sich ziemlich verengte.
„ Was hat der Idiot dir angetan?“, Wut machte sich in seiner Stimme breit.
„ Er wollte mit mir schlafen ..“, ich konnte so etwas doch nicht einfach einem fast fremden erzählen!
Aber es tat gut, vor allem, da es Lucas war.
Den ich liebte.
Und er liebte mich, das sah man schon an seinen Blicken und seinem Lächeln, wenn ich es auch tat.
Aber jetzt tat Lucas alles andere, als zu lächeln.
Er ballte wutentbrannt seine Hand zu einer Faust, die Knöchel waren weiß.
„ Dieser miese Hund!“, Lucas sprang auf.
„ Nein! Bitte tu ihn nichts an.“, ich flehte schon fast, vor seinen Füßen am Boden.
„ Warum sollte ich das nicht? Niemand tut dir etwas, was du nicht willst.“
Er wandte sich zum gehen, ich aber hielt ihn am Schuh fest.
Tränen quollen mir aus den Augen.
„ Lucas .. Bitte, bitte tu das nicht. Wenn du jetzt zu Jan gehst, dann ist es aus zwischen uns.“, heulte ich, Lucas kniete sich zu mir und nahm mich in den Arm.
„ Liebst du ihn wirklich?“, fragte er bedrückt.
„ Ja ..“, ich hielt inne und korrigierte meine Worte. „ Nein .. Als besten Freund aber ja.“, Lucas küsste mich auf die Stirn und wischte mit seiner Handfläche meine Tränen weg.
Er lächelte etwas und schaute mir tief in die Augen.
„ Wen liebst du dann?“
Ich schaute weg.
„ Wen?“, seine Stimme war lauter.
„ Dich.“, flüsterte ich.
„ Wen? Ich habe das nicht verstanden.“, Lucas war voller Ernst.
„ Dich, kapiert? Ich liebe dich!“, rief ich und schaute ihn wütend an.
Das war nicht lustig, dennoch musste Lucas lachen.
Dann hob er mich hoch und drückte mich fest an sich.
„ Ich liebe dich auch, Naty. Und an liebe auf den ersten Blick glaubte ich erst, als ich dich zum ersten mal am Strand sah.“, flüsterte er mir in mein linkes Ohr. Ich spürte seinen warmen Atem und lächelte, obwohl ich wusste, dass es mit Jan damit zu ende war.

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