Krass, wie schnell man sich in jemanden verlieben kann.
‚ Soll ich es Jan sagen? Und wenn ja, wie nur?’, dachte ich, während Jan meine Hand nahm, um mich aus dem Ferienhaus zu ziehen.
Wir wollten einen Spaziergang am Strand machen. Es war schon spät Abends, die Sonne ertrank Rot im Meer.
Es war ein wunderschöner Anblick.
Jan bemerkte, dass ich tief in Gedanken war. „ Woran denkst du grad?“
„ An .. nichts.“, ich schaute extra weit über Jan’s Schulter, damit ich nicht seinen ‚Ich-habe-dich-durchschaut-Blick’ sehen musste.
Den hatte er nämlich echt gut drauf.
„ Du lügst.“, lachte er leise.
„ Gut, du hast ja recht.“, gab ich kleinlaut zu.
„ Woran denkst du dann?“, hakte Jan nach und blieb vor mir stehen.
„ Ich .. Ich denke an ..“, bevor ich noch weiter rumstottern konnte, sah ich, wie eine schwarze Gestalt auf uns zu lief.
„ Da kommt jemand auf uns zu.“, zischte ich und wollte verschwinden.
Jan aber blieb stehen, also tat ich es auch.
„ Hey, du bist doch das hübsche Mädchen vom Strand, oder?“, es war der Junge. ‚ Oh nein, nicht jetzt.’, dachte ich und nickte ihn zu.
„ Wusste ich doch.“, grinste er und stellte sich neben Jan, der ihn aufmerksam musterte.
„ Wer bist du?“, fragte er in einem unhöflichen Ton.
Der Junge blieb aber gelassen. „ Lucas. Darf ich vorstellen: Lucas Hapert.“, er drehte sich im Kreis und lachte.
Mir huschte ebenfalls ein kurzes Lächeln über die Lippen.
Lucas.
Ein Name, der für mich, sehr gut zu ihn passte.
Lucas kam auf mich zu und nahm meine Hand.
„ Und wie ist ihr Name, wunderschöne Frau?“, lächelte er und sah in meine Augen.
„ Naty.“, hauchte ich und er spürte meinen warmen Atem.
Er atmete tief ein und wieder aus, bevor er einen Schritt zurück ging.
Jan stand einfach da. Sein Gesicht hatte bereits schon die Farbe einer Tomate, er war ziemlich wütend.
Doch, als Lucas sich bei mir einhaken und fort gehen wollte, griff er ein und schubste Lucas hart weg. Lucas landete im Sand und stand ebenso wütend auf, um Jan eine zu verpassen.
Da schritt ich ein und schrie „ Hört auf!“, beide blieben stehen.
„ Ich mach dich fertig.“, Jan’s Augen glänzten vor Schadenfreude.
„ Ganz langsam, Kumpel .. Ich weiß gar nicht, was ich dir so schlimmes getan habe.“, Lucas hielt sich schützend seine Hände vor die Brust.
„ Du hast ..“, ich nahm Jan zur Seite, bevor er weiter reden konnte.
„ Was soll das?“, fragte er genervt.
„ Das sollte ich eher dich fragen.“, meinte ich und sah ihn ernst an. „ Lass mich und Lucas bitte einen Augenblick allein, ok?“, Jan nickte nur und ging.
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